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Tank: Breath Of The Pit

…und so steckt der Panzer nur tief im Sumpf des Vergessens…
Wertung: 3,5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 49:52
Release: 03.06.2013
Label: Plastic Head Music Distribution

Nee nee, was ein Geschisse um Tank, einst gefeiert wie nix für Klassiker, die nun auch schon an der 30er Jubiläumsgrenze kratzen oder wie das viel beachtete Debüt „Filth Hounds Of Hades“ von 1982 bereits überschritten haben. Geschisse deswegen, weil nun zwei Tank-Versionen um die Gunst der Fans buhlen und eine übersichtliche Aufteilung wohl nur für Insider übersichtlich oder auch interessant ist.

Zum einen wäre es also da die melodiöser ausgestattete Variante rund um das Gitarristenduo Mick Tucker und Cliff Evans, ergänzt um Fronter Doogie White, auf der anderen Seite der ausgebootete Algy Ward, der sich trotz gesundheitlicher Einschränkungen mit seiner Tank-Version auf die Ketten macht und nun „Breath Of The Pit“ der Metalwelt zu Füssen legt. Diese wird sich durch dieses Durcheinander natürlich an Queenrsrÿche erinnert fühlen, wo ja das gleiche Geschisse wegen des Sängers stattfindet.

Zwei fette Haken gibt es bei diesen hier vorliegenden Tank gleich vorweg anzubringen. Erstens: Hier spielt keine Band, denn Mister Ward ist für die kompletten Saitenspuren zuständig. Zweitens: Das Schlagzeug kommt komplett aus dem Bit-und Byte-Maschinchen, womit letzter Punkt auch zu einem eindeutigen Ergebnis führt: Die Platte ist schlichtweg überflüssig und eine Verarschung an alle, die noch einen Funken für den handgemachten Metal übrig und der Institution Tank die Treue gehalten haben. Dazu kommt noch, dass der Sound der CD so richtig schön undifferenziert aus den Boxen dröhnt, zu verwaschen klingt und die rumpelige Frühphase damit auch ein bisschen verhöhnt – das Sparen am Produzenten zahlt sich leider nicht aus.

Statt die Zeit mit dem Waschen schmutziger Wäsche zu verbringen, hätte Algy Ward sein Kontingent doch lieber beim Komponieren verbringen können, denn dann wäre davon auszugehen, das Mister „nicht besonders filigran“ ein bisschen mehr vernünftiges zustande gebracht hätte. Als ersten positiven Lichtblick – wenn man natürlich den Sound ab sofort außen vorlässt – entpuppt sich „T-34“, der durchaus riffmäßig an früheren Zeiten anknüpfen kann, diese raue Stimmung der Algy-Alben einfängt und natürlich auch ein wenig von der leicht angerauten, manchmal punkigen Stimme lebt. Auch das anschließende, ebenfalls mit 80er-Odem ausgestattete „Kill Or Be Killed“ untermauert diese Erkenntnis und lässt ein bisschen Hoffnung aufkommen, dass die Scheibe nicht so wird, wie sie klingt.

Dabei dürften sich viele Tank-Fans bis zur Mitte des Albums förmlich hingemüht haben; allein schon der Opener mit der endlosen Riffwiederholung ist eigentlich eine Frechheit am eigenen Vermächtnis. Bei solchen Tracks fällt mir stets der Kollege aus dem Pott ein, der schon immer einfach schier endlos lang wirkende Songs für seine persönliche Best-Of zusammengeschnitten und so einen Haufen auf künstlerische Integrität gemacht hat – er wäre hier ein guter Berater gewesen.

Gut, schnell noch die zweite Silberlinghälfte durchleuchtet, schließlich warten dort noch weitere fünf neue Songs. Oha, „Crawl Back Into Your Hole“ hat nochmals dieses spezielle Tank-Feeling, wäre aber vor 25 Jahren mit Sicherheit als B-Ware vom Longplayer verschwunden – heute muss man schon froh sein, dass der Track auf „Breath Of The Pit“ gelandet ist. Lass mal, das wird nichts mehr, höchstens noch der Rausschmeißer „Circle Of Willis“ – ist sich Algy bewusst, dass er hier die „Pimmel der Tafelrunde“ vertont hat? (lol; Anm. d. Red.) – kommt mit einem blauen Auge davon, wird der durch die häufig angestrengt wirkenden Gesangslinien nicht auch noch heruntergezogen.

Vom Titel her müsste dieses Algy-Tank-Album in der Redaktion eigentlich offene Türen einrennen, aber es bleibt beim müsste. Viel zu undifferenziert, viel zu eintönig und irgendwie viel zu viel an Tank vorbei. Wo die einen sich eher am Mainstream anbiedern, lässt Algy seine Ausboot-Aggressionen heraus. Kreativität, wo bist du nur geblieben? Fett in der Grube versenkt.

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