Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Synasthasia: Instructed By The Devil

Wo soll die Reise hingehen?
Wertung: 4.5/10
Genre: Power Thrash Metal
Spielzeit: 41:15
Release: 23.04.2010
Label: Sound Guerilla

Synasthasia melden sich mit “Instructed By The Devil” zurück und bieten einiges Neues. Jetzt werden sich einige denken: „Neues Album, also neue Songs, klar ist das was Neues“, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Man hat sehr kräftige Thrash Einflüsse mit in den bisherigen Power Metal-Sound einfließen lassen. Hinzu gesellen sich auch mal ein paar kleinere Screamo / Core-Fragmente, die dem Ganzen einen deutlich moderneren Anstrich geben.

„Bullet Fly“ hämmert sich erstmal durch die Lautsprechermembranen. Schon hier hört man deutlich den Stilwechsel der hoffnungsvollen Band. Vereinzelte Schreivocals lockern den Song gekonnt auf, auch wenn man wohl Gefahr läuft, sich ein wenig zu sehr an moderneren Metal anzulehnen. Hätte der Song deutlich mehr Ohrwurmcharakter, würde das gut funktionieren, aber so bin ich mir nicht sicher.

„The Thirst Is Calling“ rauscht auch ein wenig an meinem Gedächtnis vorbei. Es wird dem Bier gehuldigt, aber ohne das in einer bisher bekannten musikalischen Form umzusetzen. Das machen Bands wie Tankard deutlich interessanter, wer will auch mit zwei Promille melodische Texte gröhlen?

„Destination Nowhere“ wirkt trotz der guten Doublebassdrumarbeit von Dominik Timm nicht gerade bahnbrechend. Dazu kommen ein paar gut verständliche Vocals, die in die zahme Growl-Richtung weisen, um fast parallel cleanen Gesang anzubieten. 

 „We Create…“ schießt dann den Vogel ab. Fast schon ein wenig an Asia für Arme erinnernd, wird hier mit Keyboards und Gesang versucht, Stimmung zu erzeugen. Wenn kalte Schauer, die den Rücken runterlaufen, als Stimmung anzusehen sind, dann gelingt das auch. Aber das war sicher nicht die Intuition der Band. Selbst in den 80ern wäre das nicht gut angekommen.

„…Our Fate“ kann dann aber zumindest wieder im Mittelmaß anknüpfen. Power Metal mit Keyboards in gefälliger Art, nur wo bleiben die herausragenden Refrains, die Songs unvergesslich machen? Die Gitarren von Christian Bruckschen und Dennis Marschallik sind technisch absolut einwandfrei, aber das müde Songmaterial kann nicht begeistern. 

Mit elektronischen Schlagzeugtönen wird dann eine richtige Hasstirade in Form von „War“ rausgehauen. Jochen Kinner und Dennis Marschallik sorgen für abwechslungsreiche Vocals, dazu das harte Gitarrenduett und man kann zumindest für dieses Album mit einem kleinen Highlight aufwarten. Aber ich bezweifle, dass die Band damit wirklich Erfolg einheimsen kann.

„Imprisoned“ will auch nicht wirklich munden und wird vom zumindest gut eröffneten „Final Judgement“ auch nicht gerade getoppt. Der Stilmix weiß nicht zu gefallen, da nicht klar wird, wohin die Band letztendlich will. Das hört man sich als Hintergrundmusik bei der Diskussionsrunde an und wird dadurch nicht abgelenkt. „The Inner Struggle“ und „Betrayal“ können da auch nicht mehr viel retten, auch wenn der letztgenannte zumindest in den Thrash Phasen noch ein wenig Punkte sammeln kann.

„In Beer We Trust“ ist dann der Rausschmeißer. Und leider auch irgendwie das Highlight des Albums, da man das Ganze automatisch mit der Spaßbrille betrachtet. „Beer is not like Whiskey“ wird da gesungen. Man kann den zügig gesungenen Titel des Songs gut raus schreien. Macht irgendwie Spaß; auch wenn mit Originale wie Tankard deutlich besser gefallen.

Fazit: In einer Welt mit Hunderten von Veröffentlichungen pro Monat, in denen ein großer Anteil in die ähnliche musikalische Richtung geht, wird es sehr schwer für Synasthasia, sich zu behaupten. Bei mir konnte sich kein einziger Song auch im achten Durchlauf im Kopf festsetzen. Schade, denn die Band hat sich vor ihrem Stilwechsel einen guten Ruf in der Szene erarbeitet.

comments powered by Disqus

Drei sehr unterschiedliche Bands mit einem klaren Gewinner

Eine eigentlich tolle Veranstaltung mit einem fiesen Beigeschmack

Der Death Tank rollt weiterhin