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Symphony X: The Damnation Game

Riesensteigerung im Vergleich zum Debütalbum
Wertung: 9/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 46:23
Release: 06.11.1995
Label: InsideOut

Das selbstbetitelte erste Album von Symphony X stellte bereits ein hörenswertes Debüt einer Band dar, die sich streckenweise ein wenig wie Queen auf Metal anhörte, aber trotzdem schon sehr eigenständig klang. Auf jeden Fall war bereits zu erahnen, in welche Richtung man gehen wollte, wenngleich das Songwriting noch nicht durch die Bank überzeugen konnte und auch die Produktion eher bescheiden ausgefallen war.

„The Damnation Game“ zeigt die Combo aus New Jersey hingegen schon ein ganzes Stück reifer, sowohl was das Songwriting, als auch den Sound angeht. Dies beweist sogleich das Titelstück, das gleichzeitig auch als Opener fungiert – eine Doublebass-Granate vor dem Herrn, mitreißend und mit einem wahnsinnig eingängigen Refrain, sowie den typischen, technisch überirdischen Gitarre-Keyboard-Duellen von den beiden Michaels Romeo und Pinnella ausgestattet; der Song scheint so etwas wie ein Fingerzeig auf die folgenden Alben zu sein, bei denen die Band ebenfalls ein Händchen für glänzende Opener beweist, die aus den Gehörgängen überhaupt nicht mehr verschwinden wollen. Mit Clive Barkers gleichnamigem Roman dürfte das Stück übrigens wohl eher nichts zu tun haben, wie ich zumindest dem Text entnehme.

Doch auch die weiteren Songs der Platte zeigen eine Band auf dem Weg nach vorne: Da sind das ebenfalls mit einem äußerst ohrwurmigen Refrain ausgestattete, am Anfang ein wenig an Metallicas „For Whom The Bell Tolls“ erinnernde „Dressed To Kill“, die wunderschöne Ballade „Whispers“, die sehr düsteren Tracks „The Haunting“ und „Secrets“, oder der komplexe Longtrack „The Edge Of Forever“, der durch einen dramatischen und sehr durchdachten Aufbau und einen herrlich schwelgerischen Akustikpart in der Mitte besticht und streckenweise Parallelen zum späteren „The Accolade“ vom grandiosen „The Divine Wings Of Tragedy“-Album aufweist. Hier wurde also bereits so etwas wie ein Grundstein für Symphony X’ Magnum Opus gelegt. Von Selbstkopie kann bei Symphony X dennoch nie die Rede sein; der Fünfer gehört ganz einfach zu jenen wenigen Bands, die es schaffen, ein Hammeralbum nach dem anderen herauszubringen ohne viel zu verändern, aber auch ohne immer dieselbe Platte zu veröffentlichen – ähnlich wie Iron Maiden.

In diesem Fall allerdings gab es dann doch eine große Veränderung im Gegensatz zur vorigen Platte und eine, die sich besonders ausgezahlt hat: Rod Tyler, der wahrlich keine schlechte Leistung auf „Symphony X“ brachte, aber letztlich doch nicht gerade eine besonders kraftvolle Stimme hat, verließ die Gruppe und wurde durch Russell Allen ersetzt. Eine bessere Wahl hätte die Band wohl nicht treffen können, denn auch heute noch gehört Allen wohl zweifelsfrei zu den besten Rock-/Metalsängern des Planeten. Wie dieser Mann sowohl hohe als auch tiefe Passagen völlig mühelos bewältigt und was für eine Power, gleichzeitig aber auch wie viel Gefühl seiner Stimme innewohnt, ist schlicht und ergreifend unfassbar. Nie im Leben wäre Tyler in der Lage gewesen, die Songs auf „The Damnation Game“ in dieser Form einzusingen, doch sei er damit getröstet, dass auch andere, durchaus namhafte Sänger dies hundertprozentig niemals geschafft hätten – hört euch nur mal den letzten gesungenen Ton von „The Haunting“ an und ihr werdet verstehen, was ich meine. Allerdings wären die Songs auf diesem Album ohne Allens Einfluss so wahrscheinlich sowieso gar nicht zustande gekommen.

Dass die Band im Übrigen neben den offensichtlichen Power-Metal- und Klassik-Einflüssen immer noch stark von Queen beeinflusst ist, zeigen die weiterhin stets präsenten, bombastischen Chöre – dass „A Winter’s Dream“ einen ähnlichen Titel trägt wie ein Song vom im gleichen Monat erschienenen „Made In Heaven“ von Queen („A Winter’s Tale“)  dürfte wohl eher zufälliger Natur sein –, aber dass Symphony X bereits auf ihrem zweiten Album ihren Stil endgültig gefunden hatten, ist ziemlich eindeutig. Eine erstklassige Platte, die mit der folgenden Scheibe allerdings noch getoppt werden sollte.

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