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Symphony X: Live On The Edge Of Forever

Fantastisches Doppel-Livealbum, das einen guten Querschnitt durch die bisherige Karriere der Band bietet
keine Wertung
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 106:02
Release: 13.11.2001
Label: InsideOut

Aufgenommen in den Jahren 2000 und 2001 während der Tour zu „V – The New Mythology Suite“, markiert „Live On The Edge Of Forever“ das erste Livealbum der Prog-Götter Symphony X, welches einen guten Querschnitt durch das bisherige Schaffen der Band bietet. Logischerweise steht die damals aktuelle, oben genannte Platte besonders im Fokus und wird immerhin bis zu „The Death Of Balance“ am Stück dargeboten; erst danach geht es nicht wie auf „V“ mit „Lacrymosa“ weiter, sondern es wird stattdessen in das Finale von „Candlelight Fantasia“, dem letzten Track auf „The Divine Wings Of Tragedy“, übergeleitet, bevor das Quintett seine alten Klassiker auspackt. 

Die Ohrwürmer „Smoke And Mirrors“ und „Of Sins And Shadows“ dürfen hierbei natürlich ebensowenig fehlen wie die überlangen Epen „Through The Looking Glass“ und „The Divine Wings Of Tragedy“; des Weiteren werden „Church Of The Machine“, „The Eyes Of Medusa“ und „Sea Of Lies“ zum Besten gegeben.

Es wäre sicherlich wünschenswert gewesen, auch etwas von den ersten beiden Alben im Live-Gewand präsentiert zu bekommen – gerne hätte man beispielsweise auch „The Damnation Game“ oder „Masquerade“ zocken dürfen –, noch dazu, weil der vorliegende Doppeldecker nach einem Song auf der zweiten Studioscheibe benannt wurde. Auch „The Accolade“ vermisse ich etwas in der Setlist, aber nichtsdestotrotz ist „Live On The Edge Of Forever“ ein klarer Pflichtkauf.

Die Band zeigt sich in bestechender Form, genauso wie das Publikum, das die fünf Jungs äußerst enthusiastisch abfeiert. Schön, dass man die euphorischen Reaktionen so deutlich hört, das transportiert das Live-Feeling sehr gut. Natürlich wirken die Stücke gerade von „V“ nicht so bombastisch wie in der Studioversion, da nun mal einige Spuren fehlen, aber als großartige Musiker, die Symphony X nun mal sind, haben sie die Songs dennoch so gestaltet, dass sie auch live prächtig funktionieren. Und mir ist es sowieso lieber, es wird ein wenig umarrangiert, als dass man tausend Samples abspielt, da letzteres sonst irgendwann zu Lasten der Authentizität gehen kann.

Ansonsten finden sich einige äußerst denkwürdige Momente auf dem Doppeldecker: Sehr cool ist zum Beispiel eine Stelle bei „Through The Looking Glass“, als Russell Allen, der mit einer grandiosen, energiegeladenen und von A bis Z makellosen Vorstellung einmal mehr demonstriert, warum ihn viele für den besten Metalsänger der Welt halten, mitten im Song, als die Band plötzlich unvermutet kurz aufhört zu spielen, das Publikum fragt „How’re you guys doin’ out there tonight?“, sich mit den Leuten schnell ein „Yeah“-Battle liefert, und dann alle lässig und supertight wieder einsetzen, als sei nichts gewesen.

Genauso zeugt Michael Romeos improvisiertes Gitarrensolo bei „On The Breath Of Poseidon“, welches die Zuschauer geradezu durchdrehen lässt, von enormer Spielfreude und ist nur ein Beispiel dafür, dass sich Symphony X trotz perfekt durchkomponierter Stücke nicht lumpen lassen, auch mal ein paar Spontanitäten in ihre Performance einfließen zu lassen.

Kurzum: „Live On The Edge Of Forever“ ist definitiv eine Live-Sternstunde, die in keiner Sammlung fehlen darf. Jetzt wird es nur endlich mal Zeit, dass Symphony X mit einer DVD aus dem Quark kommen. Diese ist schon seit Ewigkeiten angekündigt, wurde nur leider immer noch nicht realisiert...

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