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Symbolic: Omnidescent

Qualitätsarbeit aus Oberbayern
Wertung: 9,5/10
Genre: Technical Death Metal
Spielzeit: 47:56
Release: 31.10.2014
Label: Remission Records

Die Stadt Ingolstadt wird vielen wohl hauptsächlich wegen der Automarke mit den vier Ringen bekannt sein. Dass es in der oberbayrischen Enklave aber auch tolle Metalbands gibt, ist weniger bekannt. Eine dieser leider unterbewerteten Gruppen sind Symbolic. Technischen Death Metal im Stile von Necrophagist oder Death im modernen Gewand haben sie sich zur Liebe gemacht. Zwei Alben hat die Formation bereits vorgelegt und nun liegt die dritte Scheibe in den Läden.

Bereits die zweite Platte konnte teils sehr gute Rezensionen einbringen und beim neuen Album sieht die bisherige Resonanz auch sehr gut aus. Ist das berechtigt? Nun, Symbolic haben auf „Omnidescent“ einen sehr eigenen Weg eingeschlagen. Neben einer großartigen technischen Leistung, die wahrscheinlich einige Drummer und Gitarristen weinen lassen wird, liefern die Deather auch einen absolut tighten Sound und überraschend viel Melodie – sogar Akustikgitarren gibt es zu hören. In der Kombination schaffen es die Ingolstädter, sich tatsächlich aus der Masse herauszuheben und sich trotzdem treu zu bleiben. Das Hauptaugenmerk liegt nämlich trotz aller Experimente ganz klar auf Death Metal. Und zwar auf extrem technisch ausgerichtetem. Wie weit das gehen kann, das zeigen die Musiker eindrucksvoll zum Beispiel bei „Perpetuum Mobile“. Bei dem Instrumentaltrack wird die große Technikkeule ausgepackt und ganz im Stile von Death ordentlich drauflos gefrickelt.

Die erste Überraschung gibt es aber schon viel früher: Der über sechs Minuten lange Kracher fällt auf. Mit Akustikgitarren wird das Stück eröffnet und nach gut vierzig Sekunden wird losgeprügelt. Ein Killergitarrenriff trägt den im Midtempo gehaltenen Stampfer. Passend zu den Gitarristen hat sich auch Drummer Tobias Schill auf das niedrigere Tempo eingestellt und schmettert ein Fill nach dem anderen raus. Trotz aller Komplexität verliert der Song damit aber nicht an Fahrt. Ab ca. dreieinhalb Minuten Spielzeit wird das Riff gewechselt und man prescht nun deutlich schneller dem Ziel entgegen. Schon an diesem einen Beispiel kann man leicht erkennen, wie variantenreich Symbolic das Album gestaltet haben. Langeweile kommt da nur sehr schwer auf. Dafür sorgt auch Schreihals Bastian Löser – mal ertönt er in gutturalem Tiefgesang, mal keift er wild ins Mikro. Oft werden diese beiden Singarten duettähnlich angelegt (z.B. bei „Abomination“). Auch hier wird also Variantenreichtum groß geschrieben.  

Die Ingolstädter haben hier eine Scheibe abgeliefert, die zu Recht abgefeiert wird. Es wird schwer werden, diese Leistung zu überbieten. Der Titelsong und das gleichzeitige Outro hat zwar mit Death Metal nichts zu tun und erinnert eher an Filmmusik, aber das Stück ist so gut arrangiert, dass es sogar oder gerade deshalb auch als Anspieltipp anzuführen ist.

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