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Svartskogg: Helvete 666

Etwas Feinschliff ist noch nötig
Wertung: 6.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 34:31
Release: 30.10.2005
Label: Perish In Light

Nach der ersten Veröffentlichung (eine Split-CD mit Massemord) legen Svartskogg mit „Helvete 666“ nun ihr erstes Vollalbum ab. War ihr erstes Release noch reiner Black Metal, ist ihr aktuellstes Werk deutlich vom Heavy und Trash Metal beeinflusst, was dem Ganzen eine abwechslungsreichere Note verleiht. Die Band selbst setzt sich auf Forrykt am Mikro und Disease (welch einfallsreiche Namen), der sämtliche Instrumente eingespielt hat, zusammen. Doch was erwartet uns nun auf „Helvete 666“ ?

Um den Stil von Svartskogg genauer zu beschreiben würde ich sagen, Immortal existieren wieder und haben beim Proben mal Thrash ausprobiert. Die Stimme von Forrykt erinnert doch stark an den Gesangsstil von Abbath (Immortal) und Shagrath (Dimmu Borgir). Natürlich nicht in derselben Klasse, aber eine Ähnlichkeit ist nicht zu verkennen. Ich vermute ebenfalls, dass die Stimme neben dem leichten Hall zusätzlich noch ein wenig verzerrt wurde, jedoch nur minimal, um ihr einen etwas höheren Krächzanteil zu verschaffen. Musikalisch ist der Thrashanteil deutlich zu hören, aber wird im Laufe der CD durch andere Genres wie Heavy Metal ergänzt.

Textlich bewegt man sich zwischen Tod, Krankheiten, Kannibalismus und dunklen Kreaturen, aber erwartet man etwas anderes :-) ? Die Produktion geht in Ordnung, aber die Gitarren knarren doch ein wenig und klingen manchmal (wenn nur eine Gitarre spielt) etwas dünn, was auch daran liegen mag, dass der Bass nur manchmal, aber meist gar nicht zu hören ist. Was jedoch wirklich gut abgemischt ist, ist das Schlagzeug. Die Bass-Drums untermalen die Gitarren perfekt, sind klasse zu hören und die Songs mit Druck nach vorne.

Der erste Song „The Beyond“ beginnt mit einem Knall und leitet das Album würdig ein, und bei diesem Song hat man das Gefühl, es handelt sich um Slayer. Die Breaks, die Geschwindigkeit, und vor allem das Riff des Verses. Gegen Ende gibt es noch ein verhältnismäßig langsames Solo zu hören, mit dem man nicht einmal rechnet. Der folgende Track „New Flesh“ ist ein Midtempo-Song und weiß in Struktur und Songwriting zu gefallen. Er prägt sich recht schnell im Gedächtnis ein und ist ein gelungener Song, den man sich gerne zweimal anhört. Die nächsten beiden Songs „The New World Order“ und „Exterminator“ Angel haben ebenfalls klasse Riffs, können aber das Level nicht bis zum Ende des Stückes aufrechterhalten. Anfangs eher abwechslungsreich, wird gegen Ende zu lang dieselbe Schiene gefahren. Doch der schleppende Song „Swallow The Blades“ kann überzeugen, ein cooler Rhythmus, in der Mitte ein sehr melodischer Teil und man merkt, dass die Midtempo-Songs der Band blendend zu Gesicht stehen. Der folgende Titeltrack hat als ersten Song auf dem Album einen Part, den man sogar mitsingen, da man ihn als Refrain eindeutig identifizieren kann. Mit „Delirium“ endet das Album mit einem Song, der beinahe alle Stärken der Band auf diesem Album vereint. Am Anfang schleppend und melodiös, gegen Mitte wieder im flotten Up-Tempo, gelegentlich mit Slayer-verwandten Riffs und am Ende mit kleinen Double-Bass-Einlagen bestückt. Das einzige, was fehlt, ist ein Solo, dass den Song noch attraktiver gemacht hätte. Dann ist der Spaß leider schon nach knapp 35 Minuten vorbei.

„Helvete 666“ ist ein gelungener Einstieg der Band. Die Songs wissen zu überzeugen, sie sind eigentlich recht abwechslungsreich und die Leistung von Disease an den Instrumenten ist schon beachtlich. Die langsameren Songs gefallen mir persönlich hier besser als die schnelleren, doch das schließt die Qualität der anderen Songs nicht aus. Auch die kleinen Abstriche in der Produktion können den Gesamteindruck nicht stark trüben. Wer also Thrash – und Heavy Metal mag, und auch Immortal und Dimmu Borgir nicht abgeneigt ist, sollte auf jeden Fall mal probehören.

Svartskogg ist eine Band, die, wenn sie es schafft, den eigenen Stil zu verfeinern, schon eine Band ist, von der man in Zukunft noch reden könnte.

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