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Svarti Loghin: Sea Of Green

Wunderschön, aber genremäßig falsch
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal, Ambient, Rock
Spielzeit: 26:01
Release: 22.09.2011
Label: ATMF

Auf den ersten Blick haben die Black Metaller Svarti Loghin verdammt wenig mit dieser Musikrichtung zu tun, bis auf die langen Haare und die Texte möglicherweise; viel mehr klingen die Schweden wie eine Mischung aus The Cure und Alice In Chains, also quasi ein Gebräu aus Grunge, Post-Punk und New Wave, wenn man so will. Ein bisschen komisch beschwingt kommt der Sound daher, aber dennoch melancholisch, so als wollte man sich mit einer Hand voll Tabletten aus dem Leben streichen und würde dabei ein Witzbuch lesen. 

Man merkt, Svarti Loghin verwirren. Nun sind mir die vorherigen Werke der Band nicht bekannt, was immerhin bedeutet, dass mir der Input von zwei Studioalben und einem Demo fehlt, aber die Tracks auf "Sea Of Green" sind so schön, dass man es fast nicht aushält. Tausend Bilder kommen einem allein bei der Gitarrenspur in "Black Moon" in den Sinn: ein endloser Sternenhimmel; die weite Wüste bei Nacht; ein ruhiges Hotelzimmer, wo man einfach nur in den Armen des Liebsten liegt und seinem Atem zuhört; vielleicht auch ein Wald, in dem man sich des Nachts verlaufen hat, wo man sich aber trotz der unheimlichen Geräusche um einen herum von Mutter Natur geschützt und geborgen fühlt. Mag alles kitschig klingen, ist aber gar nicht so abwegig, wenn man sich die vorliegende EP anhört, und vor allem haben die Herren diese Stimmungen völlig unkitschig und bar jeder Romantik umgesetzt, sondern einfach kristallklar auf Platte gebannt.

Man erwartet immer mal, Sänger Johan Lindström zumindest mal jammern oder schreien zu hören, denn teils wird diese Band auch als Depressive Suicidal Black Metal gehandelt, aber nichts dergleichen tritt ein und das ist vielleicht auch gut so. Wenn der Mann überhaupt singt, was selten genug der Fall ist, dann so wie im siebeneinhalbminütigen, wunderschönen Titeltrack: leise, fast bedächtig, und vor allem mit einer sehr angenehmen und klaren Stimme, die von ein wenig weiter her zu kommen scheint. Auch im folgenden "Transparent", das von vorn bis hintern überzeugen kann, bedient er sich dieser Tonlage, die wieder an ältere Grunge-Scheiben erinnert wie beispielsweise Pearl Jam oder Alice In Chains.

Wieso die Combo, die beim Italien-Label Aeternitas Tenebrarum Musicae Fundamentum Unterschlupf fand, bisher an mir vorbeigegangen ist, bleibt ein riesengroßes Rätsel. Eine solch seltene Kombination von zarten, aber dennoch wahlweise bedrückenden oder hoffnungsvollen Instrumentals und der spärlich eingesetzten Stimme des Sängers hätte mir schon viel eher über den Weg laufen müssen. "Celestial Bound In Cosmic Infinity" zeigt dann einmal mehr, dass Svarti Loghin zumindest auf diesem Release keinen Black Metal fabrizieren; eher die Rockschiene wird hier gefahren, wenn auch etwas experimenteller, man denkt sofort an die amerikanischen Südstaaten; das hat mit Schwarzwurzelgeschredder nun wirklich nichts zu tun. 

Darin besteht auch der einzige Punkteabzug: Statt der vollen Punktzahl kann es hier leider "nur" neun Punkte geben, weil einfach nicht das drin ist, was draufsteht. Da die Songs aber derartig genial sind, kann man keinesfalls eine niedrigere Bewertung geben, egal wie sehr man sich über den untypischen Sound wundert.

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