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Svartby: Elemental Tales

Erde, Luft, Feuer, Wasser, Holz - und Pilze!
Wertung: 8/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 31:11
Release: 17.02.2012
Label: TrollZorn

So ganz unbekannt sind Svartby nun nicht mehr. Die Russen bringen mit „Elemental Tales“ ihr zweites Full-Length-Album auf den Markt. Der Nachfolger zu „Riv, Hugg och Bit“ wurde mit elf Songs und etwas über einer halben Stunde Spielzeit bepackt. Obwohl sich die Gruppe als Folk-Metal-Band bezeichnet, geht es in den Texten selten bis niemals um nordische Mythen oder Ähnliches. Die Protagonisten in den Songs von „Svartby“ sind die Kobolde - kleine, aufgeweckte Wesen die allerhand erleben. Dabei geht es auch nicht immer gerade zimperlich zu. 

Wenn man die Musik der Band kurz beschreiben sollte, dann könnte man sie einfach eine Mischung aus Equilibrium und Trollfest nennen. So primitiv aufgestellt hinkt der Vergleich zwar mächtig, eine erste Vordiagnose ist damit aber trotzdem möglich. 

Die Musik auf der CD ist in der Regel recht flott und konsequent durchzogen von Synthieeinlagen. Das Schlagzeug stampft ständig munter und flott vor sich hin und treibt dabei die Saitenfraktion vor sich her. Die Saiteninstrumente nehmen in der Musik auf „Elemental Tales“ eher Rhythmusfunktionen ein. Die klassische Leadgitarre fehlt und auch die vorhandenen Gitarrenstrukturen weisen darauf hin, dass das Keyboard sicherlich weiter im Vordergrund steht. 

Daraus entsteht eine interessante, verspielte Sichtweise auf die Musik, was vor allem das Intro „Impby“ sehr deutlich veranschaulicht. Diese Einleitung wird eh schon die Fans aussortieren. So dominant wie hier wird das elektronische Tasteninstrument anschließend nicht mehr auf der Scheibe dargestellt. 

Die eigentlichen Lieder gehen sehr viel heftiger zur Sache als die Einleitung. Es gibt jede Menge Triolen, brutale Schruppriffs und volles Gegrowle vom Fronter. Dieser stellt aber auch schon wieder die Schwachstelle der Band dar. Über das Volumen und die Kraft der Stimme darf niemand meckern, aber es stellt sich die Frage, warum die durchaus vorhandene, flexible und auch clean hervorragend klingende Stimme nur so selten ausgereizt wird. Oftmals versinkt der Gesang in einem monotonen Mantra, das entgegengesetzt der Musik wirkt. 

Dass die Band nicht nur stur nach vorne rumpeln kann, beweist sie mit „Ash And Dust“. Allerdings begrenzt sich die Nummer auf reine Keyboardlinien und erregt somit sofort den Verdacht eines reinen Lückenfüllers. Wie auch immer, mit „Flaming Balls“ zieht das Tempo und die Aggressivität sofort wieder merklich an und die zuerst gefahrene Geschwindigkeit ist sofort wieder erreicht. Der Titel hat einen nicht von der Hand zu weisenden Finntroll-Charakter. Das Lied ist schnell, nach vorne preschend und wild. Es bremst aber auch immer wieder, um einmal nach dem Rechten zu sehen. 

Man sollte die Scheibe keinesfalls wegen des Covers als metaluntypisch und uninteressant einstufen. Fans der oben bereits erwähnten Bands können hier wirklich guten Gewissens zuschlagen. Eine herbe Enttäuschung wird es sicher nicht geben. Mit vielerlei technischer Spielereien in Form von elektronischen Sounds sollte man sich aber schon arrangieren können.

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