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Svartahrid: Sadness And Wrath

Größtenteils Durchschnitt
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 43:51
Release: 13.07.2007
Label: Soulseller Records

In den düsteren Wäldern Norwegens ticken die Uhren anders. Wo andere Bands regelmäßig neue Alben auf dem Markt schmeißen, lassen sich die Schwarzmetaller von Svartahrid noch richtig Zeit. Seit dreizehn Jahren wandeln die drei Nordmänner, die 2003 zu einer fragwürdigen Bekanntheit durch eine Grabschändungsaktion inklusive Leichenenthauptung gekommen sind, durch die finstere Musiklandschaft und bringen mit „Sadness and Wrath“ nun ihr erste Platte seit sieben Jahren heraus.

Dass die Scheibe seit geraumer Zeit im Regal einstaubt und auf ihre Veröffentlichung wartet, ist ein Zeichen dafür, dass die erwähnte werbeträchtige Aktion die Labels doch ein wenig verschreckt hat. Als wäre es für Old School Black Metal nicht schon schwer genug, sich gegen den immer beliebter werdenden, modernen Black Metal zu behaupten.

Svartahrids grimmiger Schwarzmetall kommt im Wesentlichen so daher, wie man es von einer Band, die sich den Black Metal der frühen Neunziger auf die Fahne geschrieben hat, erwarten konnte: schleppend, drückend und norwegisch-finster. Auch der Aufbau der Songs und des ganzen Silberlings verdient das Prädikat „Schon von mehr als einer Band zuvor genauso gemacht“.

Die kalten Hymnen sind eine Ansammlung all dessen, was sich in den letzten fünfzehn Jahren in puncto Black Metal der alten Schule bewährt hat. Einen röchelnden, krächzenden Gesang, der zusammen mit dem dumpfen, nicht besonders gut produziertem Schlagzeug für das Wrath in „Sadness & Wrath“ steht. Die Gitarre hat mich ein wenig verwundert. Die Riffs sind für Old School doch erstaunlich clean und tragen, teilweise von dezenten Keyboardsounds unterstützt, die Melodie der Songs.

Insgesamt ist die Musik sehr unspektakulär, woran auch die saubere Gitarre nichts ändern kann. Höhepunkte werden auf dieser Platte doch schmerzlich vermisst. Die Musik wird monoton dahingezimmert und man wartet vergebens auf Abschnitte, welche die CD wirklich hörenswert machen.

Wie bereits sind die Songs sehr monoton. So ein wenig stechen für mich da die beiden Titel „Svartahrid“ und „Intensjon: Krig“ heraus. Erstgenannter beginnt mit einem, von einer sehr dominanten Gitarre geprägten, ja fast schon groovigen Part (zumindest mit Abstand das Groovigste, was man auf dieser CD finden wird) und geht dann in einen relativ dynamischen Teil mit verhältnismäßig vielen Tempowechseln über. Man beachte das „verhältnismäßig“.

In „Intensjon: Krig“ hat man sich Unterstützung bei Darkthrone-Röhre Nocturno Culto geholt und ruft damit wohl das Maximum an Variabilität ab, das man aufbieten kann. Der Track kann mit hörbarem Schlagzeuggewitter und Darkthrone-Atmosphäre punkten und stellt damit somit wohl den Höhepunkt der CD dar. Trotzdem ist dieser Song auch nur gehobenes Mittelmaß.

Angesichts der Musik ist die Produktion erstaunlich gut, doch auch sie bleibt ein bisschen dünn. Die Gitarre kommt gut zur Geltung, kann aber nicht über das mäßig produzierte Schlagzeug und das fade Gesamtbild hinweg täuschen.

Fazit: Alles in allem ist die neueste Scheibe von Svartahrid kein Werk, das man sich anhören muss. Nur äußerst selten können die Norweger sich vom Durchschnitt abheben. Mehr als eine bessere Hintergrundmusik haben sie nicht schaffen können. „Sadness & Wrath“ ist nur etwas für die echten Fans des schleppenden Old School Black Metal.

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