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Svafnir: The Heathen Chapters

Eintauchen und genießen
Wertung: 8/10
Genre: Pagan Folk
Spielzeit: 40:54
Release: 16.04.2008
Label: Galgenstrang Produktionen

Öfter mal was Neues! Svafnir ist ein Ein-Mann-Projekt, welches Ende 2004 von Alexander Suplie ins Leben gerufen wurde. Vom urwüchsigen Black Metal entfernte sich der Musiker aber recht bald und begann das heidnische Liedgut für sich zu entdecken. Das vorliegende dritte Album „The Heathen Chapters“ hat nicht nur erstmals keinen deutschen Titel, sondern auch nahezu nichts mehr mit Metal zu tun. Zumindest, was die Härte angeht, denn Atmosphäre und tiefgehende Songs brauchen nicht unbedingt E-Gitarren. Tauchen wir also ein in „die heidnischen Kapitel“!

Und eintauchen ist in der Tat das perfekte Wort, um die Musik von Svafnir zu beschreiben. Hier regieren verträumte Klänge, die direkt aus der Natur zu kommen scheinen. Gesungen wird hier kaum und wenn doch, dann sind sind die Stimmen von Suplie und Gastsänger Simon Gräff nur schmückendes Beiwerk. Solch eine Musik ist die perfekte Untermalung für lange Waldspaziergänge, die am besten zur Morgendämmerung und im Herbst stattfinden sollten.

„The Heathen Chapters“ sollte...nein, es muss als Gesamtwerk genossen werden. Viele Stücke sind rein akustisch und instrumental gehalten, was ihnen ihre besondere Magie verleiht. Aus diesem Grund fällt es natürlich schwer, einzelne Lieder hervorzuheben. Eines dieser wenigen Beispiele ist wohl „Nothing Left“, was noch am ehesten als „richtiger Song“ durchgeht. Die Gitarren (ob mit oder ohne Strom) spielen wunderschöne Melodien, ein dezentes Schlagzeug (was sonst kaum genutzt wird) gibt den Takt vor und neben dem cleanen Gesang wird auch ein wenig gegrowlt.

Ab diesem Punkt lässt sich der geneigte Hörer einfach fallen in eine Welt, in der die Schönheit der Natur gepriesen wird. Regen prasselt herab, Donner grollt, Vögel zwitschern und alles wird gekonnt von ruhigem Gitarrenspiel untermalt, wie es auch Meister Ritchie Blackmore mit seiner Band Blackmore's Night nicht besser machen könnte. Hier ist nichts „catchy“, es muss es auch überhaupt nicht sein. Lediglich einzelne Passagen stechen heraus, wie beispielsweise die Carlos Santana würdige Gitarre bei „The Blackbirds Flight“ oder das Ende von „Shadows In The Water“, was mich persönlich stark an die Soundtracks alter 16 Bit Rollenspiel Klassiker wie Final Fantasy VII oder Chrono Trigger erinnert.

Fazit: Hier kann man wieder einmal guten Gewissens die Phrase „Das muss man selber erleben!“ verwenden. Ein starkes Pagan Folk Album hat Svafnir da veröffentlicht und ich kann „The Heathen Chapters“ jedem nur ans Herz legen, zumindest wenn man einen Sinn für die Schönheit der Natur hat. So eine dichte Atmosphäre habe ich seit dem Empyrium Meisterwerk „Weiland - Naturmystik In Drei Kapiteln“ nicht mehr erlebt. Auch Fans von Odroerirs starkem letzten Album „Götterlieder“ sollten hier begeistert zuschlagen können. Sicher werden auch die beim letzten, elektronischen und völlig dissonanten Track „The Druids Cosmic Journey“ ein wenig verwirrt sein, aber ebenso diesen kleinen Schönheitsfleck verzeihen können.

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