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Suspyre: When Time Fades

Ein wahrer Geheimtip
Wertung: 9/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 75:26
Release: 30.09.2008
Label: Sensory Records

 „Hammond Orgel?! Geile Platte – fertig!“ Na gut, ganz so einfach kann ich es mir wohl nicht machen. Man kann aber mit Fug und Recht behaupten, dass Suspyre mit ihrem dritten Album „When Time Fades“ einen absoluten Knaller aufgenommen haben. Im siebten Jahr ihres Bestehens hat die Band aus New Jersey hat die Band einen Mix aus Dream Theater und Symphony X erschaffen, verfeinert mit absoluten Ohrwurm Melodien und einem gesunden Schuss Bombast der Marke Rhapsody. Anscheinend haben sie sich viel vorgenommen, denn in vollem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben sie „When Time Fades“ in ihrem eigenen Studio aufgenommen und der Platte einen zwar nicht überragenden, aber sehr guten Sound verpasst.

Wie klingt die Musik also? Melodisch und progressiv zugleich. Es wiederholen sich nur selten Teile innerhalb der Lieder, aber dennoch wird es nie zu kopflastig. Jeder Song hat tatsächlich eine eigenen Identität und besticht durch liebevolle Kleinigkeiten wie es „Posession/ The Negative“ zum Beispiel durch die wunderbare (ja, ich weiß, ich liebe dieses Instrument) Hammond Orgel tut. Suspyre haben einfach ein Gespür dafür, was wann eingesetzt werden muss. So wirken nur die wenigsten Songs überladen, was auch am Gesang liegt, der wie ein roter Faden durch das „Programm“ führt. Clay Barton hat eine angenehme Stimmt in mittlerer Tonlage, mit der aber auch höhere und tiefere Tonlagen beherrscht.

Die Platte beginnt aber erst richtig mit „Evolutions“, so als hätte sich die Band erst warm spielen müssen. Was sie hier auffahren ist wahrlich episch. Melodie und Anspruch in einer perfekten Symbiose, die tatsächlich ein wenig an Rhapsody erinnert. Wenn man ihnen ihren (Synthie-) Orchester Overkill abnimmt natürlich.

„Evolutions“ soll aber nur als Beispiel für Achterbahnfahrt dienen, denn unterfütterte „Proggies“ können hier viele weitere Kleinode entdecken, die man am besten unter dem Kopfhörer entdeckt. Denn nur so entgeht einem kein Detail dieses in sich geschlossenen Werkes.

Man kann kritisieren, dass Suspyre teilweise zu viel auf einmal wollen und einige Songs etwas überfrachtet haben („Lighted Endrhyme“ ergibt beispielsweise kaum einen Sinn). Hier wollte man wohl unbedingt die Spielzeit der CD voll bekommen und hat alles auf das Album gepackt, was man hatte. Diesem kleinen Schwachpunkt setzt man aber Lichtblicke wie die verträumte Ballade „Siren (One Last Breat)“ entgegen, die angenehm bodenständig und völlig ohne Kitsch das Gehör umschmeichelt. Außerdem ist ja auch hier wieder kurz eine Hammond Orgel dabei...

Einen wirklichen Durchhänger gibt es auf „When Time Fades“ eigentlich nicht zu vermelden, dafür aber weitere Ausreißer nach ganz oben. Diese sollte aber jeder für sich selber entdecken, denn diese Platte verdient es, dass man sich intensiv mit ihr auseinander setzt. Weltklasse! Hiermit erteile ich den Kaufbefehl!

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