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Susperia: Cut From Stone

Nicht hart, aber eingängig
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Thrash Metal
Spielzeit: 47:17
Release: 09.04.2007
Label: Tabu Recordings

Nachdem Dimmu Borgir uns mit dem nächsten hartmetallischem Streich beehren, veröffentlicht auch die Band eines alten Weggefährten ihr viertes Album. Tjoldlav nennt er sich und verdrosch damals die Felle bei der norwegischen Black Metal Institution. Das tut er auch heute noch, aber Susperia, die er zusammen mit Gitarrist Cyrus gründete, hat mit dem Sound seiner ehemaligen Brötchengeber nichts mehr am Hut. Und das scheint sich ausgezahlt zu haben, denn Susperia konnten unter anderem bis in die norwegischen Top 20 vorstoßen.

Wie klingt also die Musik der Band? Die offizielle Bezeichnung lautet „Melodic Thrash“ und ich denke, das ist auch ganz treffend. Sänger Athera klingt ein wenig wie Testaments Chuck Billy, „röhrt“ allerdings nicht so stark, was der melodischen Ausrichtung gut zu Gesicht steht. Nachzuprüfen beim Opener „More“, der (Achtung Wortwitz!) Appetit auf mehr macht. Die treibenden Ryhtmen erinnern zuweilen stark an Machine Head und machen „More“ zu einem idealen Einstieg in „Cut From Stone“. „Lackluster Day“ weicht keinen Millimeter von der Marschroute ab und punktet durch kurze Gitarrenleads und einen Ohrwurm-Refrain.

„The Clone“ geht direkt auf die Zwölf und bedient sich manchmal ein wenig bei Destruction, nur um dann wieder auf Trivium umzuschwenken. Aber man höre und staune, Herr Athera kann auch richtig singen, wie er es bei der gelungenen Halbballade „Distant Memory“ zeigt. Damit könnte doch wieder ein kleiner Single-Erfolg gelingen und sei es nur im Independent Bereich. Wobei...“The Release“ sollte sich dafür doch auch eignen, denn auch dieser Chorus ist wirklich „catchy“, wie man so schön sagt.

Diverse Feinheiten auf „Cut from stone“ wollen aber erst entdeckt werden, da sie sich ziemlich gut in der Einheit Susperia versteckt haben. Hier muss sich niemand durch künstliche Soli in den Vordergrund spielen und die Produktion tut ihr Übriges dazu. Das ist in der Hinsicht schade, dass viele Songs sich bei oberflächlichem Hören doch sehr ähneln. Ein wenig akzentuierter hätte das Abmischen schon sein dürfen.

Aber Zeit kann man sich nehmen, denn bis auf „Distant Memory“ schafft es kein Song über 5 Minuten. Im Falle von Songs, wie dem wunderbaren Rocksong „Under“ ist das aber auch überhaupt nicht nötig.

Im krassen Gegensatz dazu steht „Brother“, was sich auch gut auf der letzten Slipknot Platte gemacht hätte. Das ist im Übrigen ein Kompliment. Als abschließender Titeltrack geht „Cut from stone“ dann aber etwas unter, da er keine neuen Akzente setzt oder mit einem spannenden Aufbau dienen kann.

Susperia haben also ein Album abgeliefert, was mich in der Form schon überrascht hat. Beim ersten Hören blieb lediglich „More“ hängen und der Rest versank im Mittelmaß. Schuld daran hat der größtenteils sehr ähnlich klingende Gesang und die schon erwähnte Produktion. Wer Melodic Thrash mag, sollte „Cut from stone“ aber auf jeden Fall eine Chance geben.

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