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Susperia: Attitude

Ehrlich, kernig und vor Kraft strotzend
Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal, Death Metal
Spielzeit: 37:14
Release: 15.05.2009
Label: Candlelight Records

Die Gründung der norwegischen Band Susperia wurzelt bei dem ehemaligen Dimmu Borgir-Drummer Tjodalf, der diese deathmetallisch angehauchte Thrash Metal-Band im Jahre 1998 gründete. Ein Jahr später kehrte er dann Shagrath und Bandkollegen den Rücken und zusammen mit Cyrus (Gitarre) ging es daran, eigenes Material zu kreieren. 
Tjodalf traf auf Sänger Athera und damit war das Line-Up der Band so gut wie komplett, nachdem es noch durch Elvorn (Gitarre) und Memnock (Bass) verstärkt worden war. 
Was musikalisch anfangs noch seine Roots im Black Metal hatte, wandelte sich alsbald in die von Tjodalf und seinen Mannen angestrebte ureigene Richtung.
   
Gewaltig nach vorn mit einer donnernden Thrash-Schlagseite prescht der Opener “The Urge” und lässt die Nackenmuskelfasern auf Betriebstemperatur kommen. Die Drums schlagen neben den treibenden Momenten bisweilen auch in blackmetallisch rasende Gefilde aus. Dieses Stück bildet einen wuchtigen Einstand, der im Übrigen mit dem treibenden „Live My Dreams“ seine Weiterführung findet. Dieses Stück dominiert ein stakkato-ähnliches Riffing sowie Atheras Stimme, die hier viel wütendere Gefühle transportiert als noch im Opener. Ein pfeilschnelles Gitarrensolo rundet dieses gelungene Stück Musik ab. 

Der Titeltrack “Attitude” geht danach erst einmal erheblich gemäßigter vonstatten. Die Vocals klingen wieder etwas melodischer, dies speziell erkennbar im Refrain, der unschwer im Kopf des Hörers verbleiben wird. Die Singstimme Atheras empfindet man als sehr angenehm. Ein vielseitiges Stück, welches die Klasse der Band heraus zu heben weiß. 
Bei dem melodischen Eingangsriff von „Elegy And Suffering“, des wohl besten Stücks der Scheibe, bangt man gern mit. Besonders angenehm zu hören ist hier neben den melodischen Vocals im Refrain auch das exzellente Drumming. Der Song bietet neben einem gewissen Maß an Dramatik auch etwas Erhabenes. Den hört man auch gern mehrmals hintereinander. 

So, genug über Elegie gesungen, denn mit „Sick Bastard“ gibt es jetzt erstmal wieder auf die Mütze, denn das Teil tritt einem gehörig in den Arsch. Nach dem Arschtritt salbt das melodische „Another Turn” wieder das Gehör. 
Das folgende „Mr. Stranger” gibt zunächst ganz ruhige Töne preis: Nur Athera samt Gitarre sind zu vernehmen. Doch natürlich bleibt dies nicht der Endzustand, denn auch hier wird wieder mächtig Schmackes in den Song gepackt. Spätestens bei diesem Track sollte man die gesanglichen Qualitäten des Sängers loben, schafft er es doch einerseits, erstklassige melodie-dominierte Passagen darzubieten und vermag es daneben ebenso perfekt, kraftvoll und wütend rüber zu kommen. 

Wieder in der treibenden Schiene angelangt, trifft „Character Flaw“ genau ins Schwarze. Kaum ist man noch von den Gitarrenläufen fasziniert, wird man schon vom Refrain mitgerissen. Dies ist der einzige Song, der mit ganz leisen Tönen ausklingt. 
Einen Einstieg, der ganz große Erwartungen schürt, bietet der leider schon letzte Song „The One After All”. Zwar im Midtempo angesiedelt, kann dieser Song punkten, und das nicht nur durch das Gitarrensolo. Auch der Songaufbau an sich kann überzeugen und lässt erkennen, dass die Band unglaublich wandlungsfähig ist. 

Die Qualität dieser Scheibe spricht für sich, denn obwohl das Album über lediglich 37 Minuten verfügt, hat das Material so viele Facetten und unzählig tolle Momente, dass man sich der geringen Spielzeit gar nicht bewusst wird. Als Gastsänger geben sich auf den Werk übrigens Shagrath und Testaments Chuck Billy die Ehre. 

Fazit: Ein sehr eindrucksvolles Album, das die Norweger zurecht gezimmert haben. Ehrlich, kernig und vor Kraft strotzend – das sind die Attribute, die für „Attitude“ stehen. Daher ist dieses Album uneingeschränkt empfehlenswert.

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