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Survivors Zero: CMXCIX

Wenn einem gehörig was gegen den Strich geht...
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:58
Release: 11.09.2009
Label: Cobra Records

Wozu manche Leute alles fähig sind, wenn ihnen etwas gegen den Strich geht…So geschehen bei Survivors Zero-Gitarrist Sami Jämsén, der im Übrigen der vorliegenden Scheiblette neben seinem Einsatz am Saiteninstrumen auch noch produktionstechnisch den letzten Schliff verpasste. Dem Finnen stank es nämlich so dermaßen, dass in seinem eigenen Studio kaum noch eine Band mehr anständigen Death Metal fabrizierte, dass er kurzerhand auch in kreativen Dingen die Zügel in seine eigenen Hände nahm. 

Und meiomei, würde ein waschechter Bayer sagen, was der Herr Jämsén mit seiner Kombo in Form des Longplayers „CMXCIX“ vom Stapel lässt beziehungsweise sich aus den Handgelenken schüttelt, ist so pfundig, dass es einen jeden Melodic DeathMetal-Fan zu erfreuen imstande ist, der es auch an einigen Ecken und Enden durchaus heftiger vertragen kann. 

Ordentliches Geballer wird also serviert, ohne allerdings eine dazu passende, aber trotzdem gefällige Melodieführung aus den Augen zu verlieren. Desweiteren ist das Material immer wieder gespickt durch wirklich feine Gitarrensoli, die aber zu keiner Zeit in egomanische Trips der jeweiligen Protagonisten an den Saiteninstrumenten ausufern. 

So brilliert beispielsweise “Fortress Of Lies” einerseits mit einem treibenden, leicht abgehackt klingenden, weil recht hart gespielten, Rhythmus, der zudem auch noch recht musikalisch eingefärbt ist; andererseits ist dies ein guter Beispielsong dafür, wie gelungen es die Finnen verstehen, ein superbes Gitarrensolo in den Kontext einzubetten. 

Einen spannungserzeugenden, bedrohlich wirkenden Aufbau bietet “I Bury Them Deeper” und gestaltet sich zeitens des Refrains dann wie eine mittelschwere Dampfwalze, weil das Tempo im Gegensatz zu dem meisten restlichen Material doch etwas gebremster daherkommt; dabei aber nichts seiner Vehemenz und Verbindlichkeit einbüßt.  

Sehr abwechslungsreich ist auch die Songabfolge auf dem Longplayer, denn nach diesem eher langsameren Stück schöpfen die Jungs mit „I Am The Gun“ und „Trial Of Fears“ tempotechnisch wieder ihre volle Range aus. Auf jeden Fall schön anzuhören ist das leicht rotzig klingende Growling von Tommi Virranta. Macht echt Spaß, dabei dieRübe zu schütteln.  

In “Reclaim My Heritage” punktet die harmonisch zu bezeichnende Melodieführung sowie das erstklassige Gitarrensolo, das zwar irgendwie vertraut und klassisch, aber keinesfalls verstaubt oder fade klingt. Ein klasse Ausstieg aus dieser sehr gut anzuhörenden und über aus zu gefallen wissenden CD. 

Fazit: “CMXCIX“ erfindet das Rad nicht neu, keine Frage. Aber jeder Death Metal-Fan, dem die dieser Tage erscheinenden, alle gleich klingenden neuen Outputs von Band X oder Kombo Y gegen den Strich gehen, der kann und wird mit dieser Scheibe mit Sicherheit befriedigt werden und genau das war es ja auch, was Sami Jämsén mit dieser Scheibe erreichen wollte. Also, Ziel anvisiert, Ziel erreicht! 

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