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Surface: Where The Gods Divide

Noch nicht olympisch, aber schon auf einem guten Weg
Wertung: 6.5/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 39:40
Release: 10.11.2011
Label: Eigenproduktion

Ohne die aktuelle Surface-Platte „Where The Gods Divide“ gehört zu haben, muss man bereits grinsen: Das Cover allein ist schon erste Sahne, wie der Olymp da so im Nebel erscheint, das Ganze im allseits beliebten und nostalgischen Sepiaton gehalten, der die Optik noch majestätischer erscheinen lässt. Gut durchdacht, wenn man bedenkt, dass die Hamburger ihre Musik selbstbewusst „Olympic Thrash and Death Metal“ nennen. Schaut man ins Booklet, wird man auch hier nicht enttäuscht – optisch alles sehr ansprechend, mal sehen, ob die Akustik da mithalten kann.

Seit etwas über zwei Jahren existieren Surface mittlerweile und für diese doch recht kurze Zeitspanne haben sich die Vier schon ordentliche Techniken drauf geschafft. Die Truppe schwankt irgendwo zwischen Death, Thrash, Melodie und Mitsingpassagen, was an sich schon mal nicht übel ist, zumal sich Surface vor Veröffentlichung ihres Albums natürlich größtenteils als Liveband einen Namen machen mussten.

Der norddeutsche Vierer macht auf „Where The Gods Divide“ trotz Debütstatus wenig Gefangene und zockt sich mit ordentlich Biss durch knapp 40 Minuten und elf Songs, die zwar nach einer Weile etwas eintönig daherkommen, aber an sich technisch gut gemacht sind. Natürlich darf man bei einer Platte ohne Labelunterstützung keinen perfekten Sound erwarten – Sänger Tom klingt eine Spur zu dumpf, das Schlagzeug etwas zu lasch, die Gitarren nicht so feurig, wie man es sich wünschen würde, aber alles in allem passen die einzelnen Instrumente dennoch ganz gut zusammen und bieten zumindest einen Klangteppich, zu dem sich sicherlich wunderbar Headbangen und/oder Moshen lässt.

Bereits der Titeltrack, der sich an das „The Journey Begins“-Intro anschließt, zeigt auf, dass die Jungs mit Spaß dabei sind. Tom röhrt sich schön kotzig durch den einprägsamen Refrain, wobei aber die Gitarren ein bisschen hinter den Vocals und Drums hinterher lahmen. Im Prinzip ein interessanter Stil, wenn eines der Instrumente etwas schleppender daherkommt, aber hier hört es sich fast ein bisschen so an, als könnten die Saitenhexer einfach nicht hinterherkommen.

Immerhin, thematisch bleiben Surface ihrer Linie in Titeln wie „Olympic Warmachine“ oder dem groovigen „Titans From Olympus“ treu, das durchaus untypisch mit fast gesprochenem Text startet, der ultrafies und verschwörerisch klingt. Hier finden sich live sicherlich zig Kehlen, die zumindest den Refrain mitgrölen können – ein schönes Ding.

„Back To The Roots“ besinnt sich dann hauptsächlich auf instrumentale Ergüsse – klar kommt hier auch Gesang vor, aber man ist als Hörer doch eher auf die Tribaldrums zu Anfang und die flirrenden Gitarren zwischendurch fixiert, da gerät der Gesang, der hier ein ganz kleines bisschen an ältere Sepultura erinnert, doch eher in den Hintergrund. „The One I Hate“ prescht dann noch mal richtig schön nach vorne und verbreitet düster-bedrohliches Death-Feeling inklusive verzerrter Pig Squeals.

Fazit: „Where The Gods Divide“ ist noch nicht unbedingt als olympisch zu sehen, befindet sich aber schon auf einem guten Weg. Auf Dauer wird die Kombination der Gitarren mit Toms Stimme eine Spur zu eintönig, um die Platte und damit auch die Band im obersten Bewertungsdrittel anzusiedeln, aber zumindest bietet das Debütalbum der Hamburger knapp 40 Minuten zum Headbangen und Moshen.

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