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Surface: River Of Souls

Die Nordlichter legen noch ein Schippchen nach
Wertung: 8,5/10
Genre: Olympic Death/Thrash Metal
Spielzeit: 37:03
Release: 04.10.2019
Label: Reaper Entertainment Europe

Unfassbar: Noch vor acht Jahren war die Hamburger Truppe Surface nur Lokalszenekundigen bekannt, nach Erscheinen der Debütscheibe „Where The Gods Devide“ 2012 keimte dann eine leise Ahnung auf, dass man die Combo im Auge behalten sollte, allein schon wegen des verwegen großspurigen Etiketts „Olympic Thrash/Death Metal“, das die Band sich selbst anheftete. Beim Zweitling „Rise Of Kronos“ drei Jahre später kristallisierte sich immer mehr eine unbändige Spielfreude heraus, gottlob gepaart mit technischem Können und einem Händchen für deftige Mosh- und Headbangparts. Mittlerweile tingelt die Truppe durchs ganze Land, wagt sich sogar hin und wieder in den tiefen Süden und wird mit der neuen Scheibe „River Of Souls“, die am 4. Oktober erscheinen soll, sicherlich noch ein paar Touranfragen mehr zu bearbeiten haben.

Der Olymp ist zwar leider nicht mehr Mittelpunkt des Frontcovers, das bei den beiden letzten Alben genial umgesetzt wurde, dafür finden wir uns diesmal am Seelenfluss Styx wieder, gehalten zwar in auffälligem und zunächst etwas unpassend wirkendem Lila, aber flankiert von den durchaus realistisch porträtierten leidenden Gesichtern der gequälten Seelen, die im Hades ausharren müssen. Surface halten also thematisch weiterhin an der griechischen Mythologie fest, entsprechend massiv fallen die meisten Songs der neuen Platte auch aus. Vorab durfte man bereits den brutal stampfenden Titelsong kennenlernen und auch das schier unaussprechliche „Ovoviviparus Serpentes“ hat mittlerweile den Singlestatus erreicht und sogar ein eigenes Video bekommen – ein eher thrashiger Track, bei dem Sänger Tom auch seine fiesere Seite ausleben kann und dabei eine unbestreitbar gute Figur macht.

Mit „Kosmologica“ findet sich auf „River Of Souls“ sogar ein richtiger Ohrwurm, dessen Refrain man direkt beim ersten Durchlauf mitgrölen kann, gleichzeitig sorgen die Gitarren für ordentliches Nackenbrecherpotential. Surface ballern aber zu keiner Sekunde stumpf drauflos, sondern legen nicht nur wieder besonderen Wert darauf, dass die Texte auch ins Konzept der griechischen Mythologie passen, sondern verstehen sich auch exzellent darauf, unheilschwangere Riffs mit einzubauen, die einem bei Stücken wie dem finalen, apokalyptischen „Olympus Has Fallen“ schon mal die Gänsehaut die Arme rauf- und runtertreiben. Ja, auch Gänsehaut können die Jungs und zwar ziemlich überzeugend!

Surface ist mit ihrem dritten Album ein Paukenschlag gelungen, bei dem schleppende Stücke wie „Ode To The Sun“ genauso ihre Daseinsberechtigung haben wie ein überraschend episches, berührendes Intro, unerwartete Ohrwürmer („Kosmologica“) oder bissige, old-school-lastige Thrasher wie „Hera“. Die Mischung macht‘s und die Hamburger haben ein wirklich gutes Gespür für eben diese Mischung entwickelt, die „River Of Souls“ ohne Längen ordentlich füllt. Scheinbar ohne größere Anstrengungen legen die Nordlichter hier noch ein Schippchen nach und schieben die dritte Scheibe knapp am ohnehin schon starken Vorgänger „Rise Of Kronos“ vorbei. Wer sich Metalhead schimpft und die Hamburger noch nicht auf seiner Liste stehen hat, sollte dies sehr dringend nachholen.

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