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Surface: Rise Of Kronos

Knackiger als der Vorgänger und mit gruseliger Story
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal, Death Metal
Spielzeit: 38:20
Release: 14.05.2015
Label: Eigenproduktion

Wie die Zeit rennt: Ganze sechs Jahre alt ist das Debütalbum „Where The Gods Divide“ der Hamburger Formation Surface jetzt schon und auch schon wieder vor endlos langen zwei Jahren kam der Nachfolger „Rise Of Kronos“; besser spät als nie folgt hier also die Besprechung zu einer thrashigen Death-Platte, die sich allein schon optisch wieder am Vorgänger orientiert.

Denn bereits 2011 fiel als erstes das epische Albumcover ins Auge und konnte erste Pünktchen gutmachen, auch „Rise Of Kronos“ erhebt sich entsprechend düster und ansprechend über die Massen an Coverartworks – durchaus ein Album, das man nur aufgrund seiner Optik kaufen könnte, wenn man gerade mal ein paar Euronen übrig hat. Allerdings ruhen sich die Surfaceler nicht auf der Schönheit aus, sondern zeigen auch auf ganzer Albumlänge, dass sie im Vergleich zum Debüt noch ein paar Schippen geballte Wut drauflegen können.

Nun also ein kurzer Ausflug in die griechische Mythologie, um den Albumtitel abzuklären: Kronos wurde als Sohn von Gaia und Uranos geboren, zum Anführer der Titanen und kam vor allem dadurch an seinen Posten als Weltherrscher, indem er seinen Vater mit einer Sichel kastrierte, wozu er von seiner eigenen Mutter angestiftet wurde. Da die Hamburger sich ein so wüstes Grundthema ausgesucht haben, überrascht es nicht, wenn die Musik ähnlich ausfällt: Es bleibt beim Gemisch aus Death und Thrash, allerdings legt man mittlerweile mehr Wert auf Zusammenspiel, die Vocals klingen um einiges deftiger und überhaupt kommt der Sound schön klar und transparent durch die Boxen.

Gerade Titel wie das heroische „Poseidon“ können ordentlich punkten, sei es durch das auffällige, melodische Gitarrenintro, den knackigen, fies gebellten Refrain und das fast geflüsterte Zwischenspiel. „Fight Against The Gorgone“ kommt dann mit wesentlich mehr Tempo daher, Hauptaugenmerk liegt hier auf dem deftigen Refrain und den Gangshout-Passagen, die ein schönes Intermezzo ergeben und nochmal ein bisschen Drive mit auf die Platte packen.

Ganz zum Schluss hauen Surface dann mit „Traitor“ noch mal einen Nackenbrecher mit ziemlich fiesen Gitarren raus, der gedoppelte Gesang tut sein Übriges für Gänsehaut-Feeling, Sänger Tom mobilisiert nochmal alle Kapazitäten aus den Tiefen seiner Lungenflügel – und dabei packen Surface gegen Ende sogar nochmal die Melodiekeule aus.

Wesentlich stimmiger als das Debütalbum kommt „Rise Of The Kronos“ im Großen und Ganzen daher, da scheinen die Hamburger Nordlichter ihren perfekten Sound also endgültig gefunden zu haben. Jetzt müsste nur noch das eine oder andere Label aufhorchen und die Truppe unter Vertrag nehmen – verdient  hätten sie es allemal.

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Das ist halt auch der Ruhrpott, da geht es gerade heraus, was Sache ist

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