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Sun Of Gaia: Corrode

Starkes Debüt mit fettem Sound
Wertung: 8/10
Genre: Progressive / Melodic Death Metal
Spielzeit: 31:25
Release: 18.03.2016
Label: Eigenproduktion

Australien hat schon seit langem viele gute Bands aus verschiedensten Richtungen zu bieten. Nun haben die Newcomer Sun Of Gaia aus dem südaustralischen Adelaide mit ihrem Debüt „Corrode“ ihr erstes Lebenszeichen von sich gegeben und gleich eine EP herausgebracht, die so gar nicht nach Underground und Newcomer klingt, sondern sich direkt an moderner Soundqualität und Produktionsstandard größerer Genrekollegen misst.

Die Songs sind voller Energie und Emotion, ohne dabei an Härte zu sparen. Der seichte Metalcore-Einfluss wirkt nicht überladen und fügt sich gut in die teils vertrackten Songstrukturen ein. Schon beim Blick auf das Albumcover mit einem düster gezeichneten, alten und verbitterten Gesicht ist klar, dass das thematische und musikalische Gewicht mehr auf der dunklen Seite des Lebens liegt.

Der Opener und zugleich Titelsong beginnt mit einer langsam lauter werdenden Leadgitarre und vertracktem Drumming, wird dann, bei voller Lautstärke angekommen, zu einem mehrschichtigen, leicht atmosphärischen Klanggerüst. Die Leads erinnern da schon ein wenig an Opeths „Porcelain Heart“, was sich dann aber schnell wieder in den anderen Melodien verläuft.

Melodisch geht es auch weiter, „Endless Wake“ ist ein treibenes und düsteres Stück mit vielen emotionalen Akkorden und einem besonders fein herausstechenden, experimentellen Cleanpart: Technisches Drumming trifft auf hallende, filigrane Zupfgitarren und eine Slap-Bass-Einlage. Mit „The Cold“ kommen dann besonders die skandinavischen Einflüsse durch, vor allem durch die schneidenden, düsteren Gitarren.

Das Konzept zieht sich druch die gesamte EP. Die Abwechslung von harten Riffs und lautem Geschrei mit vertracktem Drumming und experimentellen Cleanparts ist die Formel, nach der bei Sun Of Gaia Musik geschrieben wird.

Im letzten und längsten Lied „And The Clounds Cry“ wird das Ganze noch mit dramatischen Streichinstrumenten komplettiert, generell gestaltet sich der achtminütige Song zum Abschluss schön melodisch und dramatisch, am Ende sogar mit einem traurigen Klavierspiel, das als Outro die letzte Gitarrenspur nochmal fortsetzt.

Soviel man hier auch von Emotion und Melodie sprechen kann, ist nicht zu vergessen, dass die Musik dennoch überwiegend treibend und energiegeladen durch die Boxen scheppert, zum Abgehen und Haareschütteln einlädt.

Man kann „Corrode“ somit als einen gelungenen Einstieg in die Musikszene bezeichnen. Besonders durch den vollen, modernen Sound, den Feinschliff und den technischen Anspruch hinterlässt die Band hier schon beim Debüt einen erfahrenen und professionellen Eindruck. Man kann nur hoffen, dass der Fokus auf der Abwechslung und den vertrackten Cleanparts bleibt, denn das macht die EP letzten Endes wirklich interessant und zu etwas, was man nicht gleich an jeder Ecke findet. Gerne mehr davon!  

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