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Summery Mind: Belonging

Auf dem richtigen Weg
Wertung: 8/10
Genre: Independent Rock/ Alternative Rock
Spielzeit: 48:47
Release: 01.08.2014
Label: Eigenproduktion

Es geht um Album Nummer zwei für die nun nicht mehr ganz so junge Band Summery Mind. Seit 2006 arbeiten die Mitglieder nun schon hart an ihrer Karriere und so nach und nach kommen die Bandmitglieder ihrem Ziel in kleinen Schrittchen näher. Im Vergleich zum Debütalbum klingt und wirkt „Belonging“ deutlich professioneller. Die Songs sind ausgereifter, Sängerin Lari klingt erwachsener und vor allem auch stimmgewaltiger. Auch die Instrumentenfraktion hat schwer an sich gearbeitet. Hier wurde die Reduktion auf das Wesentliche strikt eingehalten und die Lieder wurden im Vergleich zu früher deutlich entwirrt.

So ergeben sich Strukturen, die klare Linien aufweisen und mitreißen können. Oft sind es aber weniger die Gitarrenlinien, die mitreißen, sondern die Stimme der Sängerin. Der ausdrucksstarke Gesang drückt der Musik stark seinen Stempel auf. Ein passendes Beispiel hierfür wäre der Titel „Right Now“. Hier dominiert Lari stark, treibt den Titel aber auch konsequent vorwärts. Ohne die Stimme wäre der Titel schlicht flach und konturlos. Allerdings darf man hier die Instrumentalisten auch nicht so einfach abwerten. In „Homage“ ist zum Beispiel ein richtig geiles Gitarrensolo verbaut und das Riff und die Gitarrenläufe von „Watch You Burn“ zwingen fast schon zum headbangen. Das trifft auch auf den Openersong „One Dedication“ zu. Hier rockt man sich melodiös in die Ohren der Hörer um sich für die nächsten 48 Minuten darin festzusetzen. Weitere Highlights sind „Right Now“ (auch hier gibt es ein geiles Riff und einen sehr einfangenden Refrain), „Ablaze“ (einer der ruhigsten Titel auf der Scheibe, aber auch einer der ergreifendsten) und „The Realist“ (eine richtig geile Gesangslinie).

Die Platte ist nicht ganz ohne Schwächen. „Pretty Fake“ zieht sich zum Beispiel ziemlich in die Länge. Ähnlich verhält sich die Sache mit „Little Boy“, wobei hier der Gesagspart mit den Growls schon wieder als positiv zu Buche schlägt. Diese Stücke sind aber keineswegs Komplettausfälle. Das muss schon dazugesagt werden. Nur im Vergleich mit den anderen besseren Stücken fallen sie eben als etwas weniger attraktiv auf.

Ein Fazit ist hier einfach. Die Truppe hat Potential und es macht wirklich Laune zu beobachten, wie die Musiker immer mehr aus ihrem Talent machen. Bei einer Topbewertung kommen wir zwar (noch) nicht an, aber man kann sehr gespannt sein, wie die dritte Platte der Band einschlagen wird. Das Handwerkszeug beherrschen die Protagonisten aus dem ff. Jetzt geht es nur noch darum, die Kür etwas aufzumöbeln. Da kann man sehr gespannt sein, was hier noch kommt.

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