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Summery Mind: About Dreams And Reality

Feiner Alternative Rock
Wertung: 7.5/10
Genre: Alternative Metal / Alternative Rock
Spielzeit: 35:51
Release: 24.06.2011
Label: Eigenproduktion

Die aus der Nähe von Hannover stammenden Summery Mind gibt es jetzt seit Ende 2006. In den vergangenen sechs Jahren hat die Band eine EP produziert, wurde von einem Radiosender zum Newcomer des Jahres gekürt und zusätzlich wurden noch jede Menge Konzerte gespielt. Mitte letzten Jahres nun hat sie ihr erstes Full-Length-Album in Eigenregie auf den Markt gebracht. 

Mit neun Songs und etwas über einer halben Stunde Spielzeit kratzt die Scheibe am unteren Ende der Laufzeit eines Albums. Das muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, vorausgesetzt die enthaltenen Songs enttäuschen nicht.

Von Beginn an fällt das breite Spektrum musikalischer Stile auf, derer sich Summery Mind bedienen. Die Palette reicht vom poppigen Rock bis hin zum Alternative Metal. Dabei wechseln sich immer wieder balladeske Nummern mit richtigen Krachern ab. 

Nach dem einminütigen Intro startet die Scheibe mit „For Stella“ in die erste kräftige Nummer, der ein gewisser melancholischer Touch anhängt. Sängerin Lari spielt bereits im ersten Song ihre volle Stimme aus und kann damit durchaus überzeugen. Die Stimme klingt meist voll und kräftig, sie kann aber auch subtil und zerbrechlich bis kindlich wirken - eine wandlungsfähige und tonsichere Frontfrau. 

Der erste Song, der stark in die melancholische Richtung schlägt ist das getragene „May“. Hier spielt Lari die zweite Seite ihrer Stimme voll aus. Trotz perfekt klingender Akustikgitarren verleiht der Titel „Let Me Just Say Why“ dem Album einen Knick. Auf den ersten Blick ist der Titel noch recht ansprechend, doch bei mehrmaligem Hören verwandelt sich der anfangs interessante Refrain in einen recht nervtötenden Ohrwurm. Von dieser Art ist aber wirklich nur dieser eine Track auf der Scheibe gelandet. Bereits „Secret Show“ vermittelt gleich wieder viel mehr Power und kommt auch wieder viel flotter daher. Die Nummer liefert eine gewisse Punk-Rock-Attitüde und abermals reißt die Frontröhre das Ruder herum und verleiht dem Song den letzten Kick. 

Musikalisch lassen sich Summery Mind auf wenig Spielchen ein. Einzelne Parts wie das nach Nu Metal klingende Gitarrengeschrubbe im gerade angesprochenen Song sind die Ausnahme. Vergleichsweise oft greift Drummer Fabi zum Synthesizer und peppt damit die Lieder auf. Manchmal schlägt er mit der Tischhupe aber ein wenig über die Stränge, da die Band sonst sehr geerdet klingt - da klingen die elektronischen Töne schnell falsch platziert. 

Wenn man das Alter der Gruppe und deren Mitglieder, die Eigenproduktion, und die ganzen Stolperfallen der ersten CD berücksichtigt, dann haben Summery Mind ein ansehnliches Werk vorgelegt. Der Sound ist nicht perfekt, aber sehr gut. Das gleiche gilt für die Songs. Diese sind nicht fehlerfrei, aber einige sind sehr ansprechend und weisen auf das Potential hin, das der Gruppe innewohnt. Ihren endgültigen Stil scheint die Band noch nicht ganz gefunden zu haben, zu sehr wird noch alles Aufgeschnappte ungefiltert verarbeitet.

Summery Mind haben solide vorgelegt und konnten schon Fans um sich scharen - der Start ist also geglückt. Die nächste Platte wird dann die Feuertaufe.

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