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Suidakra: Emprise To Avalon

Death? Folk? Black? Die Mischung machts!
Wertung: 7.5/10
Genre: Folk Metal / Death Metal
Spielzeit: 40:04
Release: 12.03.2010
Label: Wacken Records

Suidakra wird wohl den meisten Anhängern des Death Metals und verwandter Unterkategorien ein Begriff sein. Nach nun insgesamt 15 Jahren erfolgreicher Bandgeschichte kann man dies auch durchaus erwarten. Neun innovative Alben konnten Suidakra insgesamt verzeichnen unter anderem das erfolgreiche Album „Emprise To Avalon“, welches im Jahre 2002 zum ersten Mal in den Plattenläden erhältlich war. Anlässlich des Re-Releases dieser fünften Scheibe soll diese hier noch einmal genau unter die Lupe genommen werden.

Die Jungs von Suidakra sind dafür bekannt eine ganz eigene Mischung aus Death und Folk Metal zu machen und dabei auch nicht ganz den Black Metal auszuschließen. Auch dieses Album enthält wieder diese Elemente, die sehr bunt vermischt werden.

Die Gitarren sind sehr ausgefuchst und verspielt, während die Drums einen kräftig stampfenden Death-Metal-Rhythmus vorgeben und so die Songs kraftvoll nach vorne donnern lassen. Die Melodien bei „Emprise To Avalon“ sind aber durchweg sehr klar ausgeprägt, so dass die Düsseldorfer sich nie ganz in wildem Geballer verlieren. Manche Songs sind sogar so hoch melodisch ausgelegt, dass sie einen romantischen und heroischen Folk Metal abgeben wie es zum Beispiel bei „The Spoil Of Annwn“ der Fall ist. Neben einer erzählenden Stimme kommen in diesem Song auch Flöten zum Einsatz, die den Hörer direkt in eine andere Zeit versetzen und den dunklen Sound der vorgehenden Lieder dadurch enorm auflockern.

Ähnlich zeigt sich das Lied „And The Giants Dance…“, welches sich durchweg instrumental wie auch verträumt zeigt, bevor das Album ohne sich mit Übergängen aufzuhalten in den harten Death Metal von „Song Of The Graves“ wechselt.

Eine elegante Mischung dieser beiden Stile lässt sich aber zu einem späteren Zeitpunkt in genau diesem Lied noch wahrnehmen, so dass der anfangs abrupt wirkende Übergang relativiert wird. Bei diesem Track wechseln sich cleane Vocals auf keltischen Melodien gekonnt mit schnellem Gitarrengeschrammel ab. Manko an dieser Sache sind eigentlich nur die cleanen Vocals selbst, da die Stimme leider wenig ausgereift klingt und neben den interessanten und durchdachten Gitarrenmelodien kränklich wirkt und fast untergeht. Dies kann man von den Growls zum Glück nicht behaupten kann, die passend kräftig daher raunen und durch den viel größeren Anteil an den Gesangparts des ganzen Albums den Sound von „Emprise To Avalon“ würdig aufmotzen. Ein weiteres Beispiel für einen sehr gemischten Stil ist der Song „The Pipes Are Still Calling“, welcher wie schon „Somg Of The Graves“ geschickt zwischen Folk und Death hin und her wechselt und nebenbei den einzigen neu arrangierten Song des Albums darstellt.

Besonderes Gefallen kann man nach genauem Hinhören vor allem an den Drums finden. Diese sind leichtfüßig von der Hand gespielt und gleichzeitig schlagkräftig. Sie fließen bei dieser CD sehr dezent mit dem Rest der Band zusammen, so dass die Stimmung des Albums sehr ausgewogen klingt und die vielfältigen Melodien der Band von dem Schlagzeug nicht niedergetrampelt werden.

Insgesamt ein überzeugendes Album, das sich bereits erfolgreich unter Beweis stellen konnte. Wem diese CD also noch in seiner Suidakra-Sammlung fehlt, sollte die Chance des Re-Releases nicht an sich vorbei ziehen lassen.

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