Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Suidakra: Book Of Dowth

Ein Jubiläum, wie es im Buche steht
Wertung: 10/10
Genre: Folk Metal/ Melodic Death Metal
Spielzeit: 40:11
Release: 25.03.2011
Label: AFM Records

Jubiläum! Dieses Jahr kommt das mittlerweile zehnte Album „Book Of Dowth“ der Düsseldorfer auf den Markt. Das Konzeptalbum behandelt die Geschichte eines Volkes der keltischen Mythologie, welche in dem „Buch der Dunkelheit“ niedergeschrieben wurde. Es steht dabei in direktem Zusammenhang mit der Grabanlage „Dowth“, die in Irland zu finden ist. Die Geschichte wird von Suidakra durch eine gewohnte Mischung aus Folk und Meldoic Death Metal umgesetzt, die bei diesem Album besonders abwechslungsreich ausfällt.

Den Auftakt bildet eine klassische, schnelle Dudelsack-Melodie, die auch neben den E-Gitarren Bestand hat. Zusammen mit der auffordernden Rhythmik des Schlagzeugs bestreiten sie das Intro zu „Book Of Dowth“ und gehen dabei nahtlos in das erste Lied „Dowth 2059“ über.

„Dowth 2059“ bildet zusammen mit dem Stücken „Battle-Cairns“, „The Dark Mound“, „Balor“ und „Fury Fomoraigh“ die stark metalllastige Seite des Albums. Verspielte E-Gitarren, ausgeprägte Rhythmik und rauer Gesang nehmen hier die Frontpositionen ein und erinnern an den Stil von den Folk-Metal-Kollegen Ensiferum. Die Songs auf „Book Of Dowth“ sind klar strukturiert und befassen sich nicht selten mit einer ausgefallenen, folkigen Melodie, die geschickt in den Melodic Death eingearbeitet wurde. Zusammen mit der auffordernden Rhythmik versprühen die Lieder so viel Energie, dass bei diesem Sound kaum jemand still stehen wird.

Aber auch eine ausgewogenere Mischung steht Suidakra gut. Bei „Stone Of The Seven Suns” schrauben die  Jungs des “Celtic Metals” den Death-Anteil ihrer Musik deutlich herunter. Ergebnis ist ein fröhlicher und verspielter Folk Metal, der durch seine eingängige Melodie garantiert einen schlimmen Ohrwurm verursacht.

Was das Album aber wirklich zu etwas Besonderem macht, sind die Stücke „Biróg’s Oath“ und „Mag Mell“. Beide Songs sind grundlegend sehr ruhig angelegt. „Mag Mell“ wird dabei fast ausschließlich von klingenden Akustikgitarren vorgetragen. Die Gitarren werden von der klaren und gesanglich überzeugenden Stimme von Arkadius melodisch begeleitet, welcher das keltische Valhalla nahezu sehnsüchtig vertont.
Aber auch „Biróg’s Oath“ darf auf keinen Fall ausgelassen werden. Statt von Arkadius wird dieses Stück von einer tiefen, vollen Frauenstimme übernommen. Der Gesang kann aber weder eindeutig in den Metal- noch in den Folk-Bereich eingeordnet werden. Die Sängerin bestreitet einen ganz eigenen, aufgeweckten Stil. Ihr Gesang bleibt auch von der Melodie her weitestgehend unabhängig vom Folk Metal der Band und setzt sich dadurch enorm von den Instrumenten ab. Diese zwei kombinierten „Einzelteile“ wirken aber nicht zusammenhangslos, sondern ergänzen sich vielmehr ohne die eigene Freiheit aufzugeben - ein wirklich faszinierendes Stück, bei dem man bei den ersten Durchgängen des Albums garantiert hängen bleiben wird.  
 
Was soll man da noch sagen: „Book Of Dowth“ ist kreativ, detailreich und bietet durch seine verschiedenen, ausgeprägten Stile viel Abwechslung. Dabei ist es durchgehend so mit Energie voll gepumpt, dass es nicht einfach nur gut klingt, sondern den Hörer von Anfang an in seinen Bann schlägt. Auch nach mehrmaligem Hören konnten keine Schwächen entdeckt werden: Ein wirklich würdiges Jubiläum für Suidakra!

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging