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Suicide Commando: Implements Of Hell

Stark und ohne Schwächen
Wertung: 8/10
Genre: Harsh Electro
Spielzeit: 53:05
Release: 22.01.2010
Label: Out Of Line

Das Suizidkommando ist zurück – und zwar mit neuen, frisch aus der Hölle importierten Werkzeugen, welche vornehmlich in den dunklen Tanztempeln Anwendung finden sollen. „Implements Of Hell“ heißt das neue Album, welches bereits das elfte regulär veröffentlichte Studio-Album von Suicide Commando darstellt und dessen Cover vermutlich aus diesem Grund exakt elf verschiedene Höllenwerkzeuge zieren.

Ganz ohne Frage werden diese Hymnen so manchen extatischen Körper in Bewegung versetzen, doch trotz frischer, vermeintlich neuer Werkzeuge, bleibt das Ergebnis gleich. Ob man nun mit einem Hammer oder mit einem Wagenheber einen Nagel in die Wand haut – das Ergebnis ist das gleiche. Ähnlich sieht es mit den Songs aus – zwar handelt es sich hier um neue Kompositionen, doch das Ergebnis ist altbekannte Johan Van Roy-Arbeit: Krachende Beatgewitter, erfüllt von melodischen Blitzen, prasseln gemeinsam mit Hagel-artigen, schweren Bassspuren, eingehüllt in einen atmosphärischen Nebel aus Flächensounds, auf den Hörer nieder und hinterlassen deutliche Spuren im Gehörgang. Direkt unter den ersten Songs tummeln sich zwei dem Standard entsprechende Clubhits: „The Pleasures Of Sin“ und der bereits als Single ausgekoppelte Track „Die Motherf*cker, Die“ sind mit simplen Beats im gut tanzbaren Uptempo-Bereich angesiedelt, während der Song „The Dying Breed“ hingegen mit einem stark groovenden, aber weniger schnellen, etwas an Nurzery [Rhymes] erinnernden Beat aufwartet sowie mit weniger harsh, sondern eher mit einem Vocoder bearbeiteten Vocals überrascht.

Regelrecht balladesk gehalten ist die Hymne „Death Cures All Pain“, welche sich zwar auch stampfend ihren Weg in das Langzeitgedächtnis des Hörer bahnt, allerdings kaum tanzbar ist, dafür jedoch melodischer und mitreißender ausgefallen ist als die übrigen Stücke. Doch überraschenderweise wird nochmals ein Gang runter geschaltet: „God Is In The Rain“ ist ebenfalls in vergleichsweise langsamen Gefilden angesiedelt und besticht zwar nicht mit neuartigen Experimenten, zeigt sich jedoch als solider Dark Electro-Track mit Hörgenuss-Garantie. In einer limitierten 3-CD-Version des Albums befindet sich zudem eine dritte, mit „God Is In The Rain“ betitelte Bonus-CD, die unter anderem vier alternative Versionen dieses Tracks enthält. Auch die übrigen Songs des Albums zeigen sich als gelungene Harsh Electro-Tracks, so überzeugen „Hate Me (Retaliate V 1.0)“ und „Come Down With Me“ als treibende Club-Granaten, wohingegen das atmosphärische Instrumental „Severed Head“ von geschickt eingesetzten Samples lebt, während die beiden zum Abschluss das vorletzte Lied „The Perils Of Indifference“ mit seiner prägnanten Bassspur einen größeren EBM-Einfluss aufweist. Den Abschluss bildet letztendlich der Track „Until We Die (Album Edit)“, dessen düstere Stimmung an Life Cried erinnert.

Das elfte Album des belgischen Dark Electro-Suizidfunktionärs beweist wieder einmal, dass dieses Genre noch einige großartige Releases aufzuweisen hat und nicht gänzlich in einer Masse von zu vielen mittelmäßigen Veröffentlichungen untergeht. „Implements Of Hell“ ist zwar nicht richtungsweisend oder überrascht mit neuartigen Experimenten, dennoch ist hier für jeden Geschmack etwas dabei: atmosphärische Hymnen, tanzbare Club-Hits und mitreißende Midtempo-Songs. Ein gelungenes Album.

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