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Suicidal Angels: Sanctify The Darkness

Eine klare Steigerung zum Debüt
Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 38:13
Release: 20.11.2009
Label: Nuclear Blast

Dass Thrash Metal schon seit geraumer Zeit wieder kräftig im Kommen ist, dürfte wohl kaum einem Metalfan entgangen sein. In den letzten Jahren schossen begabte junge Thrash-Bands, die sich insbesondere vom ganz frühen Stoff alter Recken wie Metallica, Slayer, Exodus, Overkill, Kreator oder Megadeth inspiriert fühlen, wie Pilze aus dem Boden: Skeletonwitch, Mantic Ritual, Bonded By Blood, Warbringer oder Municipal Waste, um nur mal ein paar zu nennen.

Die hier zu besprechenden Suicidal Angels aus dem schönen Griechenland wurden bereits 2001 gegründet, haben nach einigen Demos, einer EP („Bloodthirsty Humanity“, 2004), einer MCD („Armies Of Hell“, 2006) im Jahre 2007 mit „Eternal Domination“ ihr Debütalbum herausgebracht, das sich insgesamt recht klar an Bands wie Slayer und Kreator orientierte und bereits eine ganze Reihe starker Tracks wie „Quench Your Thirst With Christian Souls“ oder „Vomit On The Cross“ enthielt.

Auf dem vorliegenden Nachfolger „Sanctify The Darkness“ wurde diese Marschroute erwartungsgemäß insgesamt beibehalten, wenngleich natürlich schon ein paar leichte Veränderungen zu verzeichnen sind, die allerdings allesamt von positiver Natur sind, da sie eine eindeutige Weiterentwicklung aufzeigen. So wirkt das Songwriting durchdachter und abwechslungsreicher, da die Griechen etwas mehr auf Tempowechsel und Breaks setzen und die Wechsel zwischen Uptempo-Parts und Groove-Passagen wesentlich reifer und nachvollziehbarer klingen – hört euch nur mal „The Pestilence Of Saints“, „No More Than Illusion“ oder das überragende „Inquisition“ an!

Und dann diese Killer-Riffs: Sei es der hervorragend strukturierte Opener „Bloodthirsty“, das mitreißende „Apokathilosis“, das in gnadenlosem Tempo durch die Botanik bretternde  „...Lies“, das abwechslungsreiche „Atheist“ oder das unter die Rubrik „kurz und schmerzlos“ fallende Instrumental „Mourning Of The Cursed“ – Ausfälle kann man hier mit der Lupe suchen und wird doch nicht fündig werden. Außerdem ist stets zu hören, dass auch die Gitarrenfraktion einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht hat. Das Riffing klingt einfach schärfer und dank sporadisch eingesetzter, überlegter Harmoniestimmen variabler und ebenso die Gitarrensoli tönen besser und technischer stärker.  

Lyrisch bleiben die selbstmörderischen Engel hauptsächlich bei der gleichen Thematik wie auf dem Vorgängeralbum: Der Lieblingsfeind bleibt die Kirche, auch wenn man nicht mehr mit ganz so plakativen Titeln wie den oben bereits erwähnten (wobei „Vomit On The Cross“ irgendwo schon mächtig Kultpotential besitzt) oder auch „Slaughtering Christianity“ um sich wirft. Songbezeichnungen der Marke „The Pestilence Of Saints“, „Beyond The Laws Of Church“, „Atheist“ oder „Inquisition“ jedoch sprechen eine deutliche Sprache und in einem Land, in welchem die orthodoxe Kirche immer noch einen starken Einfluss ausübt, sind solche scheinbaren Klischeethemen einer Metalband sicherlich nicht so sehr verwunderlich.

Auf der anderen Seite hat man sich im Song „Child Molester“ einem leider wieder sehr aktuellen Thema gewidmet und es kann wohl jeder nachvollziehen, wenn im Chorus des Stückes „you deserve to die“ skandiert wird.

In jedem Fall ist „Sanctify The Darkness“ ein wirklich starkes und auch gut produziertes Metalalbum geworden. Natürlich ist hier nichts wirklich neu, aber im Thrash Metal geht es nun mal hauptsächlich darum, starke Riffs und Songs zu schreiben und das haben Suicidal Angels zweifelsohne auf dem Kasten. Diese Scheibe macht einfach Spaß, dürfte jeden Thrasher mit der Zunge schnalzen lassen und für eine ganze Menge rotierender Rüben sorgen.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann