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Sufferage: Everlasting Enmity

Brutal und unverhofft melodiös
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 58:45
Release: 09.11.2007
Label: Remission Records

Der Name Sufferage bürgt bereits seit der Jahrtausendwende für ordentliches, technisches Hackfleisch aus dem norddeutschen Raum. Das Quartett aus dem Hamburger Raum landete mit dem Debütalbum „Raw Meat Experience“ einen kleinen Underground-Hit, kämpfte sich zwischenzeitlich bis aufs Wacken-Billing und treibt nach dem im letzten Jahr veröffentlichten „Bloodspawn“ nun auch schon das dritte Album im Bunde voran, welches dieser Tage unter dem Titel „Everlasting Enmity“ in die Läden kommt.

Musikalisch bleiben sich die Hansestädter dabei uneingeschränkt treu und forcieren die Einflüsse aus dem amerikanischen Raum durch noch mehr Detailreichtum und Vielfalt in den Songs. Das Material ist größtenteils von rasanten Breaks gekennzeichnet, drückt andererseits aber auch größtenteils mächtig aufs Gas, was den insgesamt 15 neuen Songs eine ganz spezielle Würze verpasst. Gerade in der zweiten Hälfte findet man innerhalb dieser interessanten Mischung einige echte Perlen, die von Sufferage jedoch zumeist in verhältnismäßig kurzer Spielzeit auf den Punkt gebracht werden.

Erstaunlich ist diesbezüglich, wie kompakt die Arrangements von „Everlasting Enmity“ ausgefallen sind. In Nummern wie „Red Sun Arise“ oder „Exit Existance“ wird mit einigen verschachtelten Rhythmen geprügelt, im Rahmen des eigenen Sounds experimentiert und dennoch nach gut und gerne vier Minuten der Schlusstakt gesetzt. Zwar muss betont werden, dass Sufferage noch lange nicht in die Kerbe solch verfrickelter Gruppen wie Suffocation oder Morbid Angel schlagen, für ihre Verhältnisse aber dennoch recht progressiv vorgehen. Dies erfordert zu Beginn einiges mehr an Aufmerksamkeit, um sich in das Material hineinzudenken, erscheint aber von Note zu Note lohnenswerter, zumal hier definitiv nichts am Reißbrett entstanden ist.

Interessant ist in diesem Sinne der relativ spartanische Einsatz der Lead-Gitarre. Dezent werden an den entsprechenden Stellen richtig gute Melodien untergebracht, ja fast schon versteckt, entwickeln sich mit wachsender Dauer jedoch zu echten Granaten, die Stücke wie „Brain Mass Index“ oder „The Swamp“ sogar fast den Ohrwurm-Status verpassen. Nun, fast… Allerdings sind derartige Merkmale bei einem Album wie „Everlasting Enmity“ letztendlich zweitrangig. Was zählt, ist die technisch einwandfreie, dennoch verstärkt bauchlastige musikalische Demonstration, die auch im Falle des dritten Sufferage-Longplayers nahezu astrein ist. Zwei, drei kleine Hänger in der ersten Hälfte sind in diesem Zusammenhang daher auch leicht zu verkraften und verändern das Gesamtresümee auch nicht; mit „Everlasting Enmity“ setzen sich Sufferage in der Führungsetage des deutschen Death-Metal-Bollwerks fest – und das ohne wenn und aber!

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