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Substaat: Substaat

Ein norwegisches Trio schafft sich in der EBM-Szene Platz
Wertung: 6.5/10
Genre: EBM, Electro
Spielzeit: 98:21
Release: 28.01.2011
Label: Danse Macabre Records

Terje Vangbo (Vocals), Jarle Hansen (Synths) und Petter Norstrøm (Synths) sind die Mitglieder dieser neugeschaffenen und auf den Wurzeln des EBM beruhenden norwegischen Band. Sie sind Verfechter des alten EBM, bevorzugen analoge Synthesizer, Samples, unverzerrte Gesänge und alte Sounds, so argumentieren die drei in einem Interview.

Alle drei sind alte Hasen im Musikbusiness, denn Terje war Mitglied der Band Cue To Recall, Jarle war ein Teil der Band In Vein und Petter spielte bei X:machina eine tragende Rolle. Zwei der drei Mitglieder fanden sich auf einem Konzert von Nitzer Ebb und wollten seither eine Band gründen. Später folgte das dritte Mitglied und der Supportkracher aus Skandinavien war 2007 gegründet. 2010 unterschrieben sie den Vertrag bei dem Label „Danse Macabre Records“. Das gleichnamige englischsprachige Debütalbum erschien Anfang diesen Jahres. Da sie sich wegen einer Namensgleichheit von „Substate“ in „Substaat“ umbenennen mussten und das soviel, wie „regional“ heißt, kann man sich sicher sein, dass sie sich Bands, wie Apoptygma Berzerk und Covenant als Inspiration nehmen.

Betrachtet man das Cover des Albums, so sieht man nur das Logo der Band, bestehend aus einem Adler, einem Stern und Löwen. Es könnte der Print einer Landesflagge sein, denn es symbolisiert nach eigenen Aussagen der Band majestätisch und kraftvoll Propaganda und Klischee. Es sagt das aus, was die Band ist und wonach sie beurteilt wird.

Die erste CD des Doppelalbums beinhaltet elf krachende Lieder und beginnt mit einem wortwörtlichen Gewitter. „Grind It Down“ erzählt von einem Phönix, der, wie bekannt, aus der Asche empor stieg. Man soll über sich hinaus wachsen und gedeihen - eine Hommage an sich selbst. „Catch Me“ ist sehr tanzbar und zeugt von einem „Katz-und-Maus-Spiel“.

Der dritte Song „Hybrid“ spricht von einem unglücklichen „Highway-Man“, der allein seinen Weg geht. Auch hier kommt erneut das Thema Selbstfindung und Selbstsicherheit auf den Tisch. Weiter geht es mit „Adrenaline“, das seinen Namen gerecht wird. Die etwas tiefere Stimme propagiert das rauschartige Gefühl, wenn Adrenalin in einem hochsteigt. Die Band könnte damit das Gefühl, welches man bei ihren Konzerten bekommen kann, meinen.

Der fünfte Song „7th State“ beschreit mit einer leichten rauchigen Stimme die nicht enden wollenden Konflikte zwischen Ländern und die Zerstörung der Landschaften. Hier kann man viel hinein interpretieren, beispielsweise die Gruppe der 7 oder auch besser bekannt als G7, bei der die Diskussion über wirtschaftliche und finanzielle Fragen von globaler Bedeutung sind. Das bewegt zum Nachdenken.

Mit „Broken“ erscheint nun eine langsame und gefühlvolle Seite der Band. Die anfänglichen Sprachfetzen, die beim nächsten Song auftauchen, könnten aus Beiträgen von Nachrichten stammen oder aus Funkgerätemitschnitten. „Unstuck“ beschreibt einen Zustand, in dem man nicht zufrieden ist und „hofft, dass die Farben wiederkehren“.

Weiter geht es mit „Burning Ground“, das mit stöhnenden Ausrufen und Gruseltönen aus den anderen Songs heraussticht. Man könnte meinen, eine kranke Person spricht im Wahn.

Der neunte Song „I Want“ erzählt von Gefühlen und Situationen, die der Sänger Terje verspüren möchte. Als Gesamtbild wirkt dieser Song aggressiv. Der vorletzte Song „Shine“ spricht von dem Sich-selbst-gehen-Lassen, das Selbst „scheinen“ lassen und somit den dunklen Ort entrinnen zu können. Mit dem letzten Song, der sehr schnell und überaus tanzbar ist, erzählt „External“ erneut von Selbstfindung.

Kurz nach der siebten Minute beginnt ein versteckter und auf dem Album nicht erwähnter Track, der so ganz anders ist. Das können die Hörer selbst herausfinden. Als kleines Plus liegt dem Album eine Remix-CD bei, die von beispielsweise der Ein-Mann-Band Solar Temple oder der norwegischen Band Kant Kino kreiert wurden.

Fazit: Einfach, kühl und durch die Remix-CD durchaus kaufbar.

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