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Sturch: The Green Album

Überzeugendes Zweitwerk
Wertung: 7/10
Genre: Alternative Rock/Nu Metal
Spielzeit: 43:30
Release: 20.02.2009
Label: Swellcreek Records

Mit „The Green Album“ verlängert sich die Reihe der farbigen Alben um eine weitere CD – ob das grüne Album allerdings den Status der teilweise legendären Scheiben erreicht, bleibt fraglich. Fest steht aber, dass Sturch hier eine bodenständige und kraftvolle Platte abliefern. Die Farbe Grün soll laut Band für Hoffnung stehen, was man durchaus so stehen lassen kann, denn viele der Songs transportieren eine positive Atmosphäre.

Geboten wird schnörkelloser und teilweise angenehm rauer Rock. Als Vergleich bieten sich hier beispielsweise Staind und 4LYN an, über dessen Klasse Sturch jedoch bereits hinausgewachsen sind. Außerdem gibt es ab und zu einige an Tool erinnernde Passagen zu hören, insbesondere die Gitarren stechen heraus. Des Öfteren lassen sich auch Metal-Elemente vernehmen, die die Scheibe davor retten, zu radiotauglich zu klingen. Trotzdem wird einiges an Hit-Potenzial geboten, denn Sturch beherrschen insbesondere die Disziplin „Refrain“ hervorragend. Wirklich alle Stücke bieten einen Ohrwurm-Chorus, der von der markanten Stimme von Dennis Wendig getragen wird – womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Der Frontmann hat seit dem Debüt-Album „Beauty, Anger & Aggression“ seine Stimme ein ganzes Stück weiterentwickeln können, so dass sein Organ nun fließend zwischen rauem Gesang, hohen Klargesängen und ein paar gescreamten Zeilen wechseln kann, wobei die Stimme einen hohen Wiedererkennungswert aufweist.

Der Rest der Band spielt ebenfalls recht souverän, das Drumming wirkt treibend und dank der doppelten Besetzung klingen auch die Gitarren überzeugend und rocken angenehm dreckig und rau. Es gibt zwar keine technisch hoch anspruchsvolle Passagen zu finden, doch das ist auch gar nicht das Ziel der Band. Vielmehr klingen die meisten der Songs mehr nach „aus dem Bauch heraus geschrieben“, ohne dabei jedoch schlecht durchdacht zu wirken.

Neben radiotauglichen Krachern wie „Poisened With Impurity“ stehen recht aggressive Tracks wie „Kill Your Thoughts“ oder das großartige „The Great Comfort“, die dank dem Kontrast zwischen einigen geschrienen Textpassagen und den einprägsamen Refrains zu den Highlights der Scheibe zählen. Mit „One Step Less“ und „I Got It Good“ hat das grüne Album noch die obligatorischen (Halb-)Balladen am Start, die recht melancholisch daherkommen und durchaus zu überzeugen wissen, aber im Kontext der Platte ein wenig gezwungen wirken. Bis auf „Wooden Wings“, in dem es einen auf Dauer etwas nervtötenden Refrain zu hören gibt, klingen alle Songs des Albums recht angenehm, lassen aber leider auch ein wenig Innovation vermissen – auf dieser Platte findet sich nichts, was es nicht schon einmal woanders gegeben hat. Vor dem Abrutschen in die Belanglosigkeit rettet Sturch aber, dass das Ganze auf einem hohen Niveau stattfindet und die CD vielleicht sogar gerade wegen der Geradlinigkeit Spaß macht – die fehlende Komplexität im Songwriting sollte hier nicht negativ bewertet werden, denn allzu aufwändige Tracks würden dem Album nicht gut tun.

Sturch haben mit „The Green Album“ eine durchweg gute Platte abgeliefert, der man zu jeder Zeit anmerkt, dass die Bandmitglieder Spaß bei der Aufnahme hatten, was dem Album eine gewisse Frische verleiht. Dank der Stimme Dennis Wendigs hat die Band zudem einen Sänger mit Wiedererkennungswert an Bord, der Sturch im Vergleich mit den Genre-Kollegen doch ein wenig herausstechen lässt. Die starke Produktion tut ihr übriges und macht die CD zu einer runden Angelegenheit, die wohl nicht die Welt verändern wird, dafür die fünf Jungs aber in der heimischen Musik-Szene ein ganzes Stück voranbringen wird – sowohl in kommerzieller als auch in musikalischer Hinsicht.

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