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Striker: Stand In The Fire

Atemberaubende Metal-Zeitreise
Wertung: 9/10
Genre: New Wave Of Heavy Metal
Spielzeit: 43:35
Release: 05.02.2016
Label: SAOL

Das Album „Stand In The Fire“ von den vier kanadischen Heavy-Metal-Fanatikern ist das vierte in der Bandgeschichte und das erste, welches in Eigenregie zu Hause aufgenommen und herausgebracht wurde. Nach ihrem letzten Album „City Of Gold“, welches noch bei Napalm Records veröffentlicht wurde, und dem Abgang ihres Leadgitarristen Chris Segger war es zunächst still um die Band geworden, was aber nicht heißt, dass sie tatenlos die Zeit vergeudet haben. Den Posten des Leadgitarristen für das Einspielen hat hauptsächlich Trent Halliwell als Gastmusiker übernommen und er konnte das Niveau mindestens halten.

Das Album bietet abwechslungsreiche Songs, welche einen in der Metalgeschichte weit zurück schicken und schon beim Einstieg mit „Phoenix Lights“ ein Wahnsinnsriff nach dem anderen um die Ohren haut und man sich nur allzu gerne vor eine große Bühne träumt, wenn man die Anlage voll aufdreht. Mit „Too Late“ gibt es erneut eine Zeitreise in die 80er, was jedoch weder angestaubt noch altbacken klingt, sondern eine Spur Moderne mit sich führt. Die technisch versierte Umsetzung am Griffbrett und die melodische und klare Stimme von Sänger Dan Clearey halten einen die ganze Zeit bei Laune. Mit dem Titeltrack zeigen die Kanadier ihre härtere Seite und bewegen sich hier schon im Thrashbereich. Gepaart mit eingängigen Refrains und genialen Riffs wird durch abwechslungsreiche Kompositionen und unerwarteten Elementen, wie zum Beispiel bei „Outlaw“ mit John McCormack am Saxophon, eine breite Masse angesprochen, ohne jedoch in den Mainstream zu verfallen oder in eine Schublade zu passen.

Auch mit Songs wie „Out For Blood“, „Locked In“ und „Outlaw“ marschieren Striker auf der Grenze zwischen Thrash und traditionellem Metal und lassen einen dabei die Entscheidung selber treffen, für welche Seite man sich entscheidet. „United“ zeigt eine andere, rockigere Stilseite des Quartetts, was ihnen aber durchaus gut steht und mit seinem Riff nicht so heraussticht wie die anderen Songs, aber durch den Refrain eine kleine Livehymne werden könnte. Um den Stilmix komplett zu machen, haben Striker mit „One Life“ noch eine 'Halbballade' als letzten Song eingespielt. Auch die langsamen ruhigeren Töne stehen ihnen ganz gut, auch wenn sie es nicht den ganzen Song durchhalten und zum Schluss dann doch nochmal zeigen, was sie wirklich ausmacht: Harte Gitarrenriffs und ein super Stimme.

Striker legen mit „Stand In The Fire“ ein technisch versiertes Album hin, welches mit atemberaubender Leadgitarrenarbeit überzeugt, was sie mit dem Instrumentalstück „Escape From Shred City“ nicht eindrucksvoller hätten untermauern können, wodurch sie wohl zu den technisch versiertesten jungen Metalbands der Szene gezählt werden dürfen. Auch gesanglich haben sie mit Dan Clearey einen Frontmann, welcher mit seiner Stimme begeistert und mit ein Wiedererkennungsmerkmal der Band ist.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass trotz Aufnahme in Eigenregie der Sound sich nicht verstecken muss und absolut professionell und konkurrenzfähig ist. Auch ohne ein großes Plattenlabel im Rücken kann man mit kreativem Songwriting sehr gute Qualität raus bringen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie ihren Weg erfolgreich weiter bestreiten und wir bald wieder von ihnen hören.

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