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Striker: City Of Gold

Kaum erkennbare Mängel
Wertung: 9/10
Genre: Speed Metal/ Heavy Metal
Spielzeit: 43:49
Release: 29.08.2014
Label: Napalm Records

Wenn das mal so wäre, oder besser wahr wäre, dass nicht nur die Straßen mit Dollar, sondern gleich eine ganze Stadt in Gold gehüllt ist – da kann der schnöde Mammon schon verführerisch wirken. Bis sich die kanadischen Striker aufs Altenteil zurücklehnen, wird noch geraume Zeit vergehen, die man sich dann ja prima mit dem sehr kurzweiligen „City Of Gold“ vertreiben kann. Da passt es ja ganz gut, dass Edmontoner Jungs da ihre ganze US-metallische Seite herauskramen und derart aggressiv bis manchmal an die Grenze zum Thrash heran losrocken, dass einem glatt das alte Vicious Rumors-Backpatch von allein stiften geht.

Jetzt liegt also innerhalb von vier Jahren der dritte Longplayer vor, und um es deutlich vorwegzunehmen, denn jetzt ist der Moment für kollektives Maulaufklappen gekommen: Die Scheibe grenzt für (US-Power-)Metal schon verdammt nahe an der Perfektionsgrenze, so frisch drängen sich nicht nur der Eindruck, sondern gute 44 Minuten Stahl auf das Gemüt ein. Hier ist nicht die Rede von Blattgold, hier wird in ganzen Barren geklotzt.

Na gut, eine schwächere Nummer hat sich mit „Bad Decisions“ auch eingeschlichen – weniger Riff-betont, dafür wird der Fokus ein wenig mehr auf den Gesang gelegt, und auch der eher stampfende Rhythmus wird hin und wieder durch balladeske Ausflüge mit Akustikklampfe aufgelockert. Das war es dann aber auch schon, denn bei allen anderen Tracks machen Striker deutlich, wie Power Metal frisch zu klingen hat und trotzdem die Tradition bewahrt. Gerne darf dann natürlich auch zum Nachbarn Thrash Metal geschielt werden, wie der Opener „Underground“ – voll auf die Fresse – oder die fast reinrassige Speednummer „Second Attack“ beweisen. Auch „Crossroads“ reiht sich da direkt mit ein, und gerade bei der umkomplizierten Einleitung wartet man förmlich darauf, dass der Bremsklotz entfernt wird und die forschen Double-Bass-Drums auf den hymnischen Refrain zuarbeiten.

Abwechslung ist auf „City Of Gold“ ebenfalls kein Fremdwort. Schwere Riffwände wie bei „Mind Control“ lösen die bassdominierte Einleitung ab und entlassen eine pralle Heavy-Metal-Nummer, der Titeltrack selbst lockt den Fan im klassischen Heavy-Metal-Gewand, packt eine ordentliche Portion „hymnische Cerealien“ dazu und gerade die subtile Leadgitarrenarbeit im Refrain überzeugt auf ganzer Bandbreite. Gangshouts meet Screams bei „Start Again“ oder aber zum Schluss dann das zumindest zu Beginn mit reichlich Running Wild-Feeling ausgestattete „Taken By Time“, wo Striker sich mal locker über deren Kahn hermachen und sich in zeitlosem Heavy Metal ergießen, sind ganz großes Kanada-Kino. Und darüber thront noch das famose „All For One“, das sich als treibende Power-Metal-Nummer mit einem einfachen, aber unvergesslichen Refrain entpuppt – ein Wirkungstreffer mehr bis zur Goldmedaille.

Wenn Striker so weitermachen und von Album zu Album solche positiven Weiterentwicklungen anbieten, dann sind sie die Kandidaten für allerhöchste Weihen, zumindest hier auf The-Pit.de. Eine schwächere Nummer, mehrere Volltreffer, da fallen die Argumente schwer, nicht mehr zugreifen zu können. Pflichtscheibe, definitiv, mehr muss man da nicht mehr sagen.

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