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Stream Of Passion: Live In The Real World

Fans kriegen die absolute Vollbedienung
Wertung: 6.5/10
Genre: Gothic Rock, Gothic Metal
Spielzeit: 134:0
Release: 16.06.2006
Label: InsideOut Music GmbH

Es ist schon recht mutig, Herr Lucassen, nach nur einem Album eine Live DVD zu veröffentlichen. Zumindest mit Streams of Passion hat das Multitalent aus Holland erst eine CD herausgebracht. Live wird das ganze natürlich noch mit Songs aus anderen Projekten wie Ayreon (mit Sicherheit das bekannteste) oder Star One angereichert, damit das ganze nicht zu einseitig wird. Bei Streams of Passion zieht jedoch nicht Arjen Lucassen die Fäden, sondern er arbeitet mit Marcela Bovio zusammen, die schon auf der letzten Ayreon Scheibe zeigen konnte, was in ihren Stimmbändern steckt. Für dieses Konzert hat sie auch noch ihre keinen Deut schlechter singende Schwester Diana mitgebracht. Und ja, liebe Y-Chromosom Träger (also auch ich selbst): Die beiden Damen sehen wirklich gut aus. Die Länge des Konzertes beträgt darüber hinaus gute 2 Stunden - was kann da eigentlich noch schief gehen?

Nun, man kann zum Beispiel Musik spielen, die ich (wenn ich gehässig werde) als überflüssig bezeichnen würde. Die Debüt CD habe ich nie gehört, mich hat nur der Name Ayreon (mit dem auch auf dem Cover geworben wird) gereizt und ich wollte dem ganzen mal eine Chance geben. Leider liegt mir Gothic Rock nicht so, und das vor allem nicht, wenn das Material so gleich klingt, wie es hier der Fall ist. Ich weiß dennoch wirklich nicht, warum einfach keine Atmosphäre aufkommen will. An den Musikern kann es kaum liegen, denn die sind eigentlich alle mehr oder weniger engagiert bei der Sache. Wirklich interessant wird die Sache aber nur bei den Ayreon Liedern, die allesamt mehr Seele besitzen. "Valley Of The Queens" z.B. wirkt auch mit diesen Sängerinnen sehr gut. Oder auch "Into The Black Hole", das von Ex-Threshold Sänger Damian Wilson fast schon leidend performt wird. Ganz ehrlich, ich dachte, bei dem Mann fließen gleich die Tränen, so sehr kniet er sich in dieses Lied..... nur um dann doch an der Vorlage zu scheitern. Denn das Original wurde von Bruce Dickinson doch einfach zu perfekt gesungen, als dass es noch irgendwie besser gemacht werden könnte. Dennoch ist Wilsons Gesang immer wieder eine Wohltat, denn ganz ehrlich: Ich könnte diese DVD nicht am Stück ertragen, da mich der Gesang zu schnell nervt. Hohe engelsgleiche Frauenstimmen mögen zwar schön sein, aber auf Dauer kriege ich davon Zahnschmerzen, weil sie einfach zu zuckersüß sind.

Damit will ich nicht die Leistung der Bovio Schwestern schmälern, aber ich finde es nahezu unerträglich. Und genau das wird sich auch in der Bewertung niederschlagen. Daran kann auch das sehr gelungene Led Zeppelin-Cover "When the levee breaks" nichts ändern.

Rein technisch gesehen ist diese DVD nahezu perfekt. Der Sound (2.0 und 5.1) ist gut, die Bildqualität ebenso. Die Bühne ist gut beleuchtet und auch die Atmosphäre stimmt (für Fans, sollte ich anmerken!). Als kleinen Bonus wird bei jedem Song der Name und das Cover des jeweilligen Albums eingeblendet. Das ist doch mal eine wirklich nette Idee, wie ich finde. Darüber hinaus gibt es noch wirklich tolles Bonusmaterial zu sehen, was neben der üblichen Gallerie noch Backstage Impressionen, ein Tourtagebuch und den Videoclip zu "Out In The Real World" (inklusive Making-Of) aufweisen kann. Alles in allem ein absolut gelungenes Package also, was bei Fans absolut keine Wünsche offen lassen KANN. Für die erteile ich hiermit auch den Kaufbefehl! Mir persönlich ist die Musik zu zwiespältig, zu blutleer und zu zahm. Wirkliche Magie entsteht nur bei den Ayreon Klassikern (und bei den mächtigen "Zeps" natürlich) und wer wirklich lieblichen Frauengesang nicht so sehr mag, sollte zumindest Probe hören. Das aber bei Möglichkeit in diese DVD, denn zum Einstieg ist sie sicherlich gut geeignet.

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