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Stream of Passion: Darker Days

Gothic Metal aus den Niederlangen mit Ideen
Wertung: 8.5/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 52:43
Release: 24.06.2011
Label: Napalm Records

Insgesamt 13 Songs bringen die Gothic-Metaller mir ihrem aktuellen Album mit. „Darker Days“ ist bereit das dritte Album der niederländischen Band Stream Of Passion. Mit treibenden, krachenden Sound geht es direkt brüsk los. „Lost“ knallt einem feinsten Metal um die Ohren und erst zu später Minute findet Marcella Bovios zarte Stimme ins Stück. Aber nur anfangs wird dann der Sound ruhiger und nur während der Strophen wird sie durch Streicher begleitet. Der Song ist ein guter Einstieg in das Album. Er zeigt die Vielfalt der Band, welche sie auf interessante Art in einem Song darstellen. Der Song reißt den Hörer tatsächlich mit und öffnet die Tür zu einem reizvollen Album.

Gerade in dem Bereich Gothic-Metal muss eine Band sich hervortun, sonst geht sie im Strom der vielen einfach unter. Der Aufbau ist einfach zu ähnlich: krachende Gitarren, pulsierendes Schlagzeug und elfengleiche Vocals. War der erste Song noch gleich einer abenteuerlichen Reise und somit mitreißend, ist der zweite Song „Reborn“ wieder etwas gewöhnlicher. Stream Of Passion schaffen eine Ballade, die schön klingt, aber nicht in der Lage ist, sich abzugrenzen. Nach wiederholtem Hören frisst er sich dennoch in die Ohren der Hörer. Also nicht alles falsch gemacht. Marcellas Stimme allerdings hat nicht die Klasse einer Liv Kristine, einer Tarja Turunen oder einer Sharon Den Adel, um die Großen der Gothic-Metal-Szene zu nennen. Ihre Stimme ist ausgebildet, trifft die Töne und hat Klasse, aber keinen Wiedererkennungswert, der einen immer wieder trifft.

Auch beim Anspielen des dritten Songs „Collide“ schaffen es Stream Of Passion nicht, die Klasse des ersten Songs zu übertreffen. Der Song, auch eher von der ruhigen Sorte, schafft es nicht zu überzeugen. Zu platt arrangiert, zu dahinplätschernd konzipiert. Es ist ein guter Gothic-Metal-Song, mehr nicht.  Bei „The Scarlet Mark“ lässt sich wieder sehen, dass Marcellas Stimme noch nicht so weit ist, viele Facetten zu präsentieren. Sie klingt wie im Song „Collide“ und durch die ähnlichen Melodien fragt man sich, ob es ein einziger Song ist. Textlich ist das, was Stream Of Passion uns vorlegen, wirklich gut gemacht. Die Lyrics sind sowohl stimmig als auch abwechslungsreich.

Der Titelsong holt dann wieder die Begeisterung des ersten Songs zurück. „Darker Days“ ist klasse arrangiert. Mit dem Song gelingt es der Band, wieder die Emotionen zu treffen, einzufangen und über die gesamte Spielzeit der viereinhalb Minuten zu transportieren. Dieser Song ist es wirklich wert, ein Titelsong zu sein. Hier ist alles enthalten, von treibenden Gitarren, zu elfengleichen Vocals, aber auch orchestrale Klänge, die dem Song das geben, was er braucht.

Mit ihrem dritten Album gehen Stream Of Passion wieder einen ganzen Schritt nach vorne, um sich wirklich in der Gothic-Metal-Welt einen festen Platz zu schaffen. An keiner Stelle des Albums hat man das Gefühl, dass sie auch nur eine andere Band der Szene kopieren. Zwar schaffen sie es noch nicht komplett sich abzuheben, aber das Album zeigt einen enormen Willen.

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