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Straftanz: Mainstream. Sellout. Overground.

Der Ruf nach Freiheit
Wertung: 8/10
Genre: Industrial-Street-Fighting-Dance
Spielzeit: 59:52
Release: 16.09.2011
Label: Scanner

Sie sind nicht frei, sie schreien nach Freiheit - so stellen sich Straftanz mit ihrem neuen Album „Mainstream. Sellout. Overground.“ vor. Der erste Track ist dann quasi das Intro, die Einleitung des Titels und des Albums. In nur etwas über einer Minute macht die Band klar, worum es geht und schon diese wenigen Sekunden bleiben hängen.

Insgesamt gibt das neue Album zwöf Thesen, äh, zwölf neue Songs her. Aber das erstere trifft es eigentlich ziemlich genau. Denn Straftanz bringen mit „Mainstream. Sellout. Overground.“ nicht etwa einfach nur neue Tracks mit, sie machen mit jedem deutlich, wofür sie stehen, was sie hassen und was so gar nicht geht. Damit treffen sie in jedem Fall in der Szene den richtigen Nerv.

Ganz egal ob sie mit „Die Neue F-Klasse“ oder „Fuer Die Kinder (Ist Mir Egal!)“ provokativ auftreten oder die Kooperationen mit Eva Janina Haas oder Reverend G And F. Nietzsche - sie machen mit ihrem Kampf-Industrial in jedem Fall ein Fass auf.

Musikalisch ist es eben in dem Genre Industrial-Street-Fighting-Dance zu Hause und wer bei diesem Genre zweimal hinschauen muss, ist sicher nicht alleine. Industrielle Klänge, verzerrte Vocals bis hin zu Micky-Maus-Stimmen und klar verständlichen Lyrics sind dahinter versteckt. Industrial mit Ska-Einflüssen, laut und dreckig und klare Ansagen, das ist das, wofür Straftanz seit eh und je stehen, und was sie hier auf diesem Album auch wieder absolut deutlich machen.

Hervorzuheben ist der Track „Forward Ever“, der in englischer Sprache aus den Boxen tönt, weitaus weniger aggressiv als die Tracks zuvor ist und dennoch extrem viel Clubcharakter enthält. Stillstehen ist hier absolut nicht möglich. „The Bass Below“ ist ebenfalls in englischer Sprache gehalten und auch dieser Track ist anders als die vorherigen. Ruhiger, mit tiefen Bässen treibt er hier seine Spielchen mit dem Hörer. Auch hier fehlt, wie bei „Forward Ever“, die aggressive Grundstimmung. Der Titel ist hier in jedem Fall Programm. Tiefe Bässe treiben ihr Unwesen, ziehen magnetisierend die Beine der Hörer an und treffen mitten in die Herzgegend.

„Monkey Do, Monkey Say“ markiert eine Zusammenarbeit mit C.C. Blacks und ist dann wieder mit aggressiver Tonality versehen. Hier mischen sich industrielle Klänge mit Fitzelchen Neuer Deutscher Härte und man meint Till Lindemann rauszuhören und den Titel „Liebe Ist Für Alle Da“. Inhaltlich sind Straftanz dann wieder mit ihrer Sozialkritik unterwegs und der Titel ist Programm.

Diese verschiedensten Genres, die hier untereinander vermengt werden, machen das Album interessant, aber auch schwierig als Ganzes zu nehmen.

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