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Stormrider: The Path Of Salvation

Das Power-Metal-Comeback des Jahres
Wertung: 9,5/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 55:51
Release: 26.10.2012
Label: Pure Steel Records

„Druck? Nein, den verspüren wir nicht!“ – so oder so ähnlich die Kommentare aus dem Stormrider-Lager, wenn die Sprache in den letzten Monaten, gar Jahren auf das neue Album zu sprechen kam. Wie man auf solch eine Frage kommt? Ganz einfach: Wenn man sich die (raren) Shows der Herner Power Metaller so ansieht, dann ist es einfach erstaunlich, wie viele Fans immer wieder aus den Löchern gekrochen kommen, um sich die Sturmreiter zu geben, dabei liegt das letzte, nicht bei allen unumstrittene „Fate Of The Hunter“ schon ganze vier Jahre zurück. Vier Jahre, wo sich viel und irgendwie auch nichts bei der Band getan hat.

Die Bandbesetzung ist ja außerordentlich konstant, nur der Hocker hinter den Kesseln scheint die einzige, regelmäßig vakante Position zu sein, doch mittlerweile haben sie mit Tim Nestler (Arcane Circle) einen sitzfesten Drummer an Bord, der allerdings noch nicht für die Songs mitverantwortlich war, denn während Stormrider auf Schlagzeuger-Suche waren, hat mal kurzerhand Thomen Stauch (u.a. Blind Guardian, Heavenward, Iron Savior, Savage Circus oder auch Coldseed) die Drumspuren eingetrommelt. Nicht ganz ohne Stolz haben das dann die Jungs auch auf der Fahrt zum diesjährigen Swordbrothers Festival XI nur allzu gerne den MitbusfahrerInnen nicht nur unter die Nase gehalten, sondern auf der Fahrt auch gleich alle mit Reisemusik versorgt.

Zurück zu Eingangsfrage und dem Druck: Natürlich, in der heutigen Zeit, wo morgen schon bald nicht mehr aktuell genug ist, da kann für eine Band das Release einer neuen Scheibe schon fast den Genickbruch bedeuten, wenn sich nicht glatt ein Orkan aus den digitalen Spuren erhebt, wenn stattdessen eher die silbrigschichtige Flaute aus den Boxen quäkt. Doch nicht mit diesen Hernern, die wohl alle Gedanken an ein „was könnte sein“ einfach beiseite geschoben und mit „The Path of Salvation“ ein Scheibchen herausgehauen haben, die so ganz sicher zum Power-Metal-Comeback des Jahres mutiert. Getreu dem Motto „Let Metal Reign“ bieten die Traditionalisten wieder ein bunte Mischung aus eigenständigem Gesang, abwechslungsreichem Drumming und vor allem einer kongenialen Gitarrenarbeit, die so manche Mitbewerber um den Thron der Power-Metal-Zunft schier verzweifeln lassen müsste.

Gleich drei Tracks haben ihren schon Feinschliff schon auf diversen Konzerten bekommen. So z.B. das sehr hymnische „Across The Acheron“, die ideale Powerfaust- und Mitgrölhymne, bei der man liebend gern mit den Metal-Verfechtern in den Iced Earth-Kampf zieht, das mal schleppende, mal wieder geschwindere „Heaven is Closer“ mit ebenfalls ausgestattetem Hymnencharakter und auch „Transcendence“, welches ein wenig martialisch beginnt und sich dann in einen kraftvollen Doublebass-Hammer verwandelt.

Mit dem Opener und Titeltrack „The Path Of Salvation“ haben Stormrider gleich schon zur Einleitung einen stimmungsvollen Headbanger parat, der Mal eben locker zwischen gewaltigem Doublebass-Wummern, hochmelodischen Gitarrensoliduellen und einer gesanglichen Meisterleistung hin- und herpendelt. Ohnehin dürfte sich für bisher noch Unbedarfte schnell herumsprechen, dass hier mit Stefan Hebes eine Stimme am Werk ist, die locker unter den unzähligen Bands herauszuhören ist und so dem US-Metal-lastigen Songs einfach noch mehr Individualität verleiht. „Walls Of Fire“ glänzt mit einer verschärften Tempoattacke, auch das ruhiger beginnende „The Sentence Divine“ muss nicht auf die galoppierenden Rifffolgen verzichten und auch „Into The Light“ zeigt schön das Wechselspiel zwischen Aggression und Melodie auf.

Egal, wie groß der Druck nun für die Comeback-Scheibe wirklich war, egal, dass nahezu vier lange Jahre verstreichen mussten, bis mit „The Path Of Salvation“ endlich der Drittling auf die Metalgemeinde losgelassen wird, Stormrider aus Herne schütteln sich locker den Staub der letzten Dekade aus der Kutte, riffen in bester US-Tradition alle bisherigen Power-Metal-Scheiben des Jahres an die Wand, lassen so viele Edelstahlbands eher wie Weißblech aussehen – die Band hat nun vorgelegt, die Presse wird nicht anders können, als sich in höchsten Tönen zu überschlagen, da bleibt nur noch die Frage nach einer amtlichen Tour, um auch die Livequalitäten der Truppe zu unterstreichen. Stormrider gehören einfach zu den Bands, die mit Hymnen überzeugen, und so werden „March On“, „Let Metal Reign“ und „Stormrider“ gleich einen Zehnerpack neue Trackgesellen bekommen.

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