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Stonewall Noise Orchestra: Sweet Mississippi Deal

Größtenteils überzeugende Songs und nette Einfälle - charmantes Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Stoner Rock, Alternative Rock
Spielzeit: 54:32
Release: 28.01.2011
Label: Transubstans Records

Irgendwie schon eine witzige und eigenartige Mischung, die das Stonewall Noise Orchestra uns mit dem bereits dritten Album seiner Karriere, „Sweet Mississippi Deal“, auftischt. Das Ganze bildet eine Mischung aus leicht verkifftem Stoner-, grungigem Alternative- und Siebziger-Charme verbreitendem Heavy Rock, versehen mit einer unüberhörbar spacigen Atmosphäre – die Infoverweise auf Black Sabbath, Soundgarden und Monster Magnet kommen da nicht von ungefähr.

Die Gitarren klingen rotzig und gleichzeitig schwer, und die irgendwie unbekümmert tönenden Vocals erinnern gerne mal an Dave Wyndorf – dennoch klingen die Jungs relativ eigenständig, denn um Abwechslung ist die Truppe definitiv bemüht. Mal rockt man einfach drauflos, so wie im Opener „Black Cat Bone“, der ein formidables Mainriff bietet, dann macht man einen Abstecher in die psychedelische Richtung – so geschehen bei „One Hundred“, dem mit siebeneinhalb Minuten längsten Track des Albums, bei dem zunächst ein langgezogener Ton erklingt, und später sogar in doomigen Gefilden gewildert wird (hier musste ich ohne Quatsch teilweise sogar an Type O Negative denken) und im finalen „Interstate“ spielt sogar gleich ein Bläserensemble auf, bei dem man sich sofort nach Mexiko versetzt fühlt. Letzterer Einfall kommt völlig unerwartet, wurde aber völlig problemlos eingefügt – sehr cool gemacht!

Den roten Faden verlieren die Schweden dennoch nicht, das Songwriting ist stets nachvollziehbar und größtenteils auch als stark zu bezeichnen: Beim schon erwähnten Eröffnungstrack „Black Cat Bone“ handelt es sich bereits um eine gelungene Komposition, doch vermag es die Band, sich im Laufe des Albums noch zu steigern. So startet beispielsweise „A Song For The Fool“ recht lässig groovend, um in der zweiten Hälfte zu einem flotten Uptempo-Rocker zu mutieren (hier wurde übrigens noch ein Mundharmonika-Solo eingebaut – ein weiterer guter Einfall). Ansonsten bietet besonders die zweite Hälfte der Scheibe einige Songs mit sehr ohrwurmeligen Refrains wie „Rise Above“ (macht richtig Spaß und ist regelrecht tanzbar!), „All Systems Go“ oder „Skeletto Lounge“, das als eine Mixtur aus Blues und Queens Of The Stone Age durchgeht. Das Sprachsample, das am Anfang und am Ende des letztgenannten Tracks eingespielt wird, passt außerdem perfekt zur Musik des Quintetts, da es dort heißt „easy to roll, delightful to smoke“; der erfreulich erdige und natürliche Sound unterstreicht bestens, dass hier ehrlicher Rock zelebriert wird, der Dope- und Zigarettenqualm atmet, nach Bier stinkt und sich jenseits von Plastikproduktionen und Mainstream befindet. Unbedingt erwähnenswert ist auch das sich stets steigernde „When God Looks Away“, das mit einem schrägen Piano ausgestattet wurde und zu den besten Tracks der Scheibe gezählt werden muss.

Zwar ist nicht jeder Song ein absoluter Volltreffer – „Stereo Minded“ zündet auch nach mehreren Durchläufen nicht und wirkt blass, und auch „Underdog“ ist nicht so der Bringer – dennoch ist „Sweet Mississippi Deal“ auf jeden Fall ein empfehlenswertes Album mit einigen netten Einfällen, das jeder scheuklappenfreie Fan von Stoner Rock mal angetestet haben sollte. Der Platte haftet übrigens so ein bisschen was Naives und Unbeschwertes an, was ihr allerdings sehr gut tut und die Band umso sympathischer macht.

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