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Stonelake: Marching On Timeless Tales

Hard Rock mit Power-Metal-Stimme
Wertung: 5/10
Genre: Melodic Metal
Spielzeit: 45:44
Release: 08.07.2011
Label: Massacre Records

Stonelake ist keine neue, junge Band, ihre musikalischen Wurzeln reichen bis ins Jahr 1984 zurück, die Musiker spielten damals schon in einer gemeinsamen Band, in der sie klassischen Hard Rock zockten. Vor einiger Zeit hat sich die Band neu vereint, um Melodic Metal zu spielen, ihr neuestes Werk wird via Massacre Records veröffentlich.

Melodic Metal ist ohne Frage kein Subgenre, das durch Härte im Sinne von Growls oder musikalischer Brutalität strotzt, jedoch sollte eine gewisse Grundstimmung verhanden sein. Klassischerweise gibt es klaren Gesang und den Einsatz von Keyboardarrangements, die Musik ist abwechslungsreich und macht Spaß. Das Tempo der Musik ist eher angezogen und Headbanger kommen durchaus auf ihre Kosten.

Nun zu Stonelake: Die Band veröffentlich mit „Marching On Timeless Tales“ ein romantisch und episch anmutendes Werk, das jedoch nicht so recht hält, was es gewissermaßen verspricht.
Die Schweden sind eine fünfköpfige Band, die leider nicht alle der obengenannten Kriterien erfüllt. Sie verbinden zwar Gitarrenriffs mit guten Keyboardeinsätzen und der Gesang kommt definitiv nicht von schlechten Eltern (dazu später mehr!), jedoch fehlt der Musik die Durchsetzungskraft auf ganzer Länge. Dies kann man einerseits mit der Produktion der Platte entschuldigen, wobei daran eigentlich nicht viel aussetzen ist. Die Produktion ist für diese Größenklasse von Bands gut, jedoch muss man dazu sagen, dass das Album nicht überproduziert ist. Stellenweise könnte man sich mehr Transparenz wünschen, die Gitarren matschen hier und da stark, sodass lediglich der Gesang hervorsticht. Hier wünscht man sich als Hörer, die Gitarren besser differenzieren zu können.

Ein weiteres Manko der Musik von Stonelake ist die Schwäche und Drucklosigkeit, die über die gesamte Spielzeit das Album lahmt. Headbanger und körperkontaktsuchende Konzertgänger kommen hier nicht auf ihre Kosten, was sehr schade ist, denn die Musik ist an sich nicht schlecht. Einige Songs rocken zwar gut vor sich hin, im Sinne von typischer Rockmusik, so zum Beispiel „Red Canyon“ und „Give It Up“, aber der Metalanteil scheint beim Songwriting der erfahrenen Musiker ganz unter den Tisch gefallen zu sein. Dies ist zwar eigentlich kein wirklicher Minuspunkt, jedoch trübt er das Gesamtbild.

Der größte Gewinn für die Band stellt ganz klar der Gesang dar. Die Stimme des Sängers ist große Klasse und die ultimative Power-Metal-Stimme – dies beweist er vor allem beim Song „Sound Of A Whisper“. Er kommt in erstaunliche Tonhöhen, wobei er diese Kunst selten unter Beweis stellt. Doch selbst der Gesang kommt nicht immer gut rüber, bei „SnakeChild“ kann es vorkommen, dass der Gesang als nervig eingestuft werden muss. Schade eigentlich…

Stonelake können mit ihrem neuen Output „Marching On Timeless Tales“ nicht gerade punkten. Jeder Song einzeln ist vielleicht durchaus gut, doch in der Masse sticht kein Track hervor, alles scheint eine Masse ohne Hitcharacter zu sein. Die Musik geht nicht steil, kommt ohne Druck aus den Boxen und weiß deshalb nicht zu überzeugen. Die einzige willkommene Abwechslung ist das Keyboard, das die Soundlandschaften noch aufzuwerten weiß und, wie eben schon erwähnt, der Gesang.

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