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Stone Sour: House Of Gold And Bones Pt. 2

Bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück
Wertung: 8/10
Genre: Alternative Rock, Metal
Spielzeit: 50:56
Release: 05.04.2013
Label: Roadrunner Records

Eine Herkulesaufgabe haben sich Stone Sour da aufgebürdet: Erst kündigen die Jungs ein neues Album an, und dann gleich auch noch ein Konzeptalbum – aufgesplittet auf in CDs! „House Of Gold And Bones Pt. 1“ kam bereits vor einem knappen halben Jahr auf den Markt, überzeugte mit der Geschichte eines Mannes, der sich zwischen ewiger Jugend und Altern entscheiden muss, und einem ganzen Haufen kraftvoller Songs, die das zuletzt doch etwas maue „Audio Secrecy“ fast wieder vergessen machten. Der zweite Teil des Konzeptwerks steht nun seit Anfang April zum Verkauf bereit und muss sich natürlich mit einem sehr hohen Anfangsniveau messen.

Wie auf der ersten „House Of Gold And Bones“-Scheibe wurden auch hier sämtliche Bassspuren wieder von Skid Row-Tieftöner Rachel Bolan eingespielt, nachdem Shawn Economaki letztes Jahr die Band verlassen hatte.

Auf den ersten Blick finden sich auf  „Pt. 1“ zumindest mehr Ohrwürmer als auf der neuen Scheibe, aber das muss ja noch nichts heißen – da Stone Sour generell ein recht hohes Niveau haben, kann man einen Super-GAU in Albumgestalt glücklicherweise von vornerein ausschließen. Dennoch: Fast zaghaft winden sich die zwölf neuen Tracks durch die Boxen, im ersten Durchlauf scheint der Truppe bereits ein bisschen die Puste auszugehen – die Amis werden doch wohl nicht ihr ganzes Feuer beim ersten Teil verpulvert haben?!

Es braucht wirklich einige Anläufe, bis bei der neuen Platte sowas wie Heimatgefühle aufkommen. Es geht weniger direkt zu. Die Songs bilden verschlungene Pfade auf denen man sich schon mal ein wenig verbummeln kann – angefangen mit dem sehr starken Opener „Red City“, der mit Klavier und klaren Vocals doch einen etwas überraschenden Einstieg gibt, hatte man doch eher mit einem anfänglichen Hallo-Wach-Arschtritt gerechnet. Ganz so ruhig bleibt es aber natürlich nicht: Schon gegen Ende des Tracks wird aus allen Rohren gefeuert, Corey Taylor schreit sich die Seele aus dem Leib und wird dabei tatkräftig von seiner wirklich vortrefflichen Truppe unterstützt. Vor allem Drummer Roy Mayorga, ehemals bei Soulfly an den Fellen, bringt ordentlich Druck in den Song.

Mit „Peckinpah“ kristallisiert sich dann ein recht typischer Stone-Sour-Ohrwurm heraus, der mit schleichenden Drums und eingestreuten Gitarren startet und sich im Refrain zu einem Song aufschwingt, der einfach schon durch den dynamischen Gesang Spaß macht. Auch das folgende „Stalemate“ schlägt in diese Richtung. Hier finden sich die Essenzen des Bandsounds wieder – heftige Drums, schreddernde Rockgitarren und ein Sänger, der selbst auf Platte noch spürbar die Musik feiert. Auch dieser Chorus setzt sich wieder für die nächsten Tage im Hirn fest – so muss das sein bei einer Truppe wie Stone Sour.

„The Uncanny Valley“ wartet dann direkt im Intro mit einer Leadgitarre auf, die wahrscheinlich zum einprägsamsten zählt, was die Band jemals fabriziert hat. Dabei hat der Track einen leicht mysteriösen Touch, versetzt mit staubigem Rock, dass man sich ein Grinsen kaum verkneifen kann.  „Do Me A Favor“ fällt danach eher negativ aus dem Rahmen, wirkt es doch ein wenig platt und uninspiriert, und auch der finale Titeltrack kann das Ruder nicht mehr vollständig herumreißen.

Alles in allem ist der zweite Teil der „House Of Gold And Bones“-Reihe auf ähnlich hohem Niveau angesiedelt wie sein Vorgänger. Es fehlt lediglich ein kleines bisschen an Biss. Im Vergleich kommt „Pt. 1“ einen Tick besser weg.

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