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Støy: Nørth Faces

Unproduziert und natürlich
Wertung: 7/10
Genre: Groove Rock
Spielzeit: 29:27
Release: 01.02.2011
Label: Eigenproduktion

Bei allem was mit Groove zu tun hat, stellt man sich irgendwie automatisch dicke, bärtige Männer vor, die wie Bulldoggen über die Bühne stampfen – oder zumindest Rednecks mit Stiernacken, die das Publikum zum Moshen auffordern. Bei Støy liegt die Sache dann schon ein klein wenig anders: Die Groove Rocker aus Stralsund haben an der Front nämlich keinen bierbäuchigen Koloss stehen, sondern mit Jette eine hübsche junge Dame, die sich als Rockröhre verdingt. Ja, das darf man ruhig so sagen – denn die Anfangzwanzigerin kann, im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen, einiges, pendelt sie doch stimmlich gerne mal zwischen Soul und Rock, zwischen sanft und rockig, ohne sich dabei in Kitsch oder verrauchten Klischees zu verlieren. Auch musikalisch ist die Truppe nicht hundertprozentig festgelegt: Ein Song wie „A Step Tøø Far“ startet mit fast Siebziger-lastigen Gitarrenklängen, während andernorts eher die Alternative- und Garagenrock-Keule ausgepackt wird.

Zwar ist der Sound der aktuellen Debütscheibe „Nørth Faces“ alles andere als optimal und kaum druckvoll, der knackig-frische Vierer macht das aber mit einer gewaltigen Portion Können und Sympathie wieder wett. Dooferweise besteht wahrscheinlich so ziemlich jedes Review zur neuen Platte zu großen Teilen daraus, dass die Band eine Fronterin hat, aber was will man machen – es ist nun mal, neben der ungewöhnlichen Schreibweise sowohl des Bandnamens als auch des Albumtitels, das erste, was ins Auge beziehungsweise ins Ohr springt.

Beim Hören merkt man schon ein bisschen, dass die Mitglieder sich auch privat gut verstehen, und das ist genau das, was der Musik einen weiteren Pluspunkt aufdrückt – Spielfreude ist das Zauberwort. Da kann sich so manche gestandene Band gerne noch ein Scheibchen abschneiden. Schon beim Opener „Whø Will Be There?“ zeigen die Vier, dass sie es verdient haben, über lokale Bierzelte oder Geburtstagsfeiern hinaus auftreten zu dürfen. Abgesehen vom, wie gesagt, recht unvorteilhaften Sound, klingt das Quartett frisch und voller Tatendrang, bereit die Welt zu erobern – oder zumindest ein paar neue Fans dazuzugewinnen.

Ein bisschen angestrengt klingt Jette mancherorts, in Songs wie dem treibenden „Max Øverdrive (High Time Tø Say Gøødbye)“ wird dieses kleine Manko ganz gut durch die Dynamik ausgebügelt. Tanzen kann man zu dem Track genauso gut wie rocken – so muss das sein. Live ist das Stück bestimmt ein Burner vor dem Herrn; überhaupt kann man sich gut vorstellen, dass die Band auf der Bühne ordentlich Stimmung macht. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass der Sound relativ unpoliert und live klingt. 

„Øbviøus“ (wobei einem dieses skandinavische „Ö“ beziehungsweise „OE“ beim Schreiben langsam auf den Nerv geht) groovt dann mit einer schönen Basslinie und hebt im Refrain noch ein Stück weiter die Stimmung. Es scheint ein Grundrezept von Støy zu sein, das auch tatsächlich fast immer funktioniert: Im Refrain wird alles abgefeuert, was man so im Repertoire hat. Auch hier klappt das Ganze recht gut, zumal der Track in den Strophen verhältnismäßig ruhig ist. 

Kommt man dann ans Ende der Platte, stellt man zwar fest, dass die einzelnen Tracks sich eine Spur zu sehr ähneln, um „Nørth Faces“ aufs obere Bewertungspodest zu hieven, trotzdem beinhaltet die Platte durchaus gut gemachten Rock mit diversen Einflüssen. Wie erwähnt, muss am Sound noch ein bisschen geschraubt werden, aber für eine Eigenproduktion und noch dazu ein Debüt kann sich die Scheibe durchaus hören lassen.

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