Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Stillborn Slave: 7 Ways To Die

Weit vorbei am Meilenstein
Wertung: 5/10
Genre: Metalcore/Hardcore
Spielzeit: 28:04
Release: 14.09.2016
Label: Independent

Soso, Stillborn Slave aus Frankreich haben ein neues Line-Up und nehmen deswegen gleich mal eine neue EP auf – zum Glück kommen nicht alle Bands auf diese profunde Idee, denn dann wäre der Markt an Veröffentlichungen einfach noch ein bisschen zugeschissener als er eh schon ist. Irgendjemand meinte, da würde Thrash Metal draufstehen, weswegen die fast halbstündige EP auch hier im Pott und nicht in Süddeutschland bei unserer Katharina gelandet ist, doch wo soviel Hardcore und moderne Melodie drin ist, da kommt am Ende doch nur Metalcore heraus. Schnell nochmals den beigelegten Worten der Band lauschen, die etwas von „das Genre neu definieren“ faseln und „vorgekaute Ideen“ wegräumen wollen.

Nur: Warum machen sie das nicht? Innovativ ist da nichts, Kronar bölkt eintönig in unteren Lagen und hat genauso wenig überraschendes beizutragen wie die beiden Gitarristen Nicolas und Romain, die vielleicht dann ihre stärksten Momente haben, wenn sie mit melodischen Spielereien dem stumpfen Tempogebolze und dem Downtempo-Geprotze einen Gegenpol spendieren. Wo so viel Banalität sich um die Spielzeit prügelt, da ist es doch schon ein feister Lichtblick, dass die immer wieder eingesetzten Gangshouts Spaß machen und zum Mitshouten animieren – schon jetzt ist klar, dass spätestens bei den Liveshows die Fans gen Bühne springen und alles daran setzen werden, ebenfalls für einen kleinen Moment Aufmerksamkeit und Ruhm ins Mikro rotzen.

Am meisten sticht kurz vor Schluss positiv noch „When Sheep Become Lion“ heraus, da sie sich dort einfach ein wenig anders gebärden: Viel melodische Klampfe kurz vor Gniedelei, insgesamt etwas flüssiger, leider aber macht Frontbrüllwürfel Kronar schnell jeglichen Anflug von zustimmender Zuneigung zunichte. Auch beim Opener „Two Worlds“ kommt man noch auf den „nicht schlecht“-Trichter, die Gitarren braten herrlich zwischen groovigen Parts und hartem Riffing hin und her, doch schnell wird auch hier die eindimensionale Gesangsart zum Problem, auch wenn die Leadgitarre einen nett melodischen Konter zu setzen versucht.

Bleiben wir mal fernab des schlechten Gesanges bei den positiven Eindrücken: Das Breitband-Doublebass-Gewummer in „The End Of Everything“ gefällt genauso wie die kurzen Grind-Attacken in „I Spit On Your Grave“, die Blastbeatüberfälle scheffeln allerdings nicht das ermüdende Stakkato-Riffing beiseite, dafür freut man sich aber über die gelungenen Gangshouts, die immer wieder eingestreut sind und in „Fallen Empire“ sogar für eine eingängige Note sorgen.

Leider gibt es aber keinen wirklichen Anspieltipp außer mit Abstrichen „When Sheep Become Lion“, denn manchmal erhellt sich die Mine, nur um im nächsten Moment wieder für die miesepetrige Laune des ganzen Landes zu sorgen. Stillborn Slave riffen meilenweit am Genreneuausbau vorbei, bekommen mehr als eine paar nette Ideen nicht gebannt und lassen gerade bei den Vocals kein wirkliches Talent entdecken.

comments powered by Disqus

Sag zum Abschied mal so richtig laut Servus

Vor Freunden spielen ist doch auch ganz nett...

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei