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Stigmatized: Live In Despair

Ehren den Old-School-Style
Wertung: 8.5/10
Genre: Death / Thrash Metal
Spielzeit: 52:23
Release: 30.06.2006
Label: Yonah Records

Stigmatized sind eine weitere Band, die wir ja schon auf dem Ragnarok Open Air kennenlernen durften (siehe der Bericht in unserer Festivals-Section). Und schon damals im Juli hat mich das Songmaterial der Band zweifelsohne in seinen Bann gezogen. Und endlich komme ich dazu, das schon mit Lobeshymnen überhäufte Album „Live In Despair“ zu besprechen.

Die Mucke der Zeller Metaller bewegt sich in der Schnittmenge aus Thrash und Death, und das Ganze ist dann getrimmt auf Old-School-Style. Aber darüber hinaus sind die Songs dennoch nicht mottenkugelmuffig, sondern sie strahlen, old-school hin oder her, eine ganz besondere Frische und Unverbrauchtheit aus. Diese beiden Akzente also so gekonnt miteinander in Einklang zu bringen, ist schon eine Kunst für sich, an der im Vorfeld dann auch schon die ein oder andere Band gescheitert ist. Stigmatized jedoch meistern diese Gratwanderung mit Bravour.

Die Musiker leisten in allen Songs hervorragende Arbeit, man kann vor der dargebotenen Leistung nichts anderes sagen als dass hier verdammt gute Musiker am Werke sind. Zu der Stimme von Frontmann Michael ist zu sagen, dass er ein verdammt wandlungsfähiges Organ sein Eigen nennt: Zum überwiegenden Teil röhrt er in bester John Tardy-Manier, zum anderen hat er tiefe Growls der Spitzenklasse drauf, wie er in „Unseen Force“ und in dem folgenden Titelsong „Live In Despair“ verdammt eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Von den tiefen Growls könnten es für meinen Geschmack etwas mehr sein, aber es ist schon völlig in Ordnung, dass die Variabilität gegeben sein muss. Die Gitarristen Oliver und Ralf leisten verdammt gute Riffs und ergreifende Soli, die einen selig in den Sessel sinken lassen, nur um dann bei den Drumgewittern von Christian, die verstärkt werden durch Thorsten am Bass, wieder in die Höhe zu fahren, um weiter zu bangen, bis der Schädel brummt.

Beim Opener „Terror Age“ knallt es gleich gewaltig, obwohl dieser Song auch groovige Parts beinhaltet. Es wird auch nicht ohne Unterlass auf die Kacke gehauen, sondern schon dieser Song enthält ein etwas gediegenes Mittelteil mit einem Solo, das seinesgleichen sucht. Hinter dem mächtig langen Songtitel „Obedience Through Ignorance“ verbirgt sich eine Thrash Metal-Granate vom Feinsten. Das Riffing eingangs von „The Eye“ haben die Jungs sehr gut hin bekommen … Auch in „War“ hört man wieder die ganze Klasse der beiden Gitarristen heraus.

Zu Beginn von „Submitted To Crime“ und dem folgenden „Crushing Beyond Belief“ geht es vocalmäßig auch mal in tiefe Growl-Gefilde, was zweifelsohne supergut rüber kommt. „Mind Control“ beginnt zunächst ganz harmlos … keine Sorge, auch dieser Song wird nach dem vergleichsweise langsamen Aufbau wieder heftig. „Unseen Force“ würde ich ungesehen als Death Metal-Geschoss einstufen, denn der Song ist einigen Songstrukturen von der Death Metal- Band Sarx nicht unähnlich. Auch hier gibt es wieder die tiefen Growls. Für mich der stärkste Song des Albums, weil die Jungs hier zeigen, dass sie nicht nur Thrash beherrschen, sondern durchaus auch anders können.

Und auch der Titelsong „Live In Despair“ schlägt in genau diese Kerbe. Unbeschreiblich, wie die Riffs hier schrubbeln, super! Als letztes gibt es durch „Nation From Beyond“ das volle Brett auf die Lauscher. Dieser Song beweist, dass die gute Leistung von Beginn bis zum Ende des Albums konstant gehalten wurde. Ein ganz starker Abschluss eines sehr guten Albums.

Auch produktionstechnisch wurde an diesem Album ganze Arbeit geleistet. Es sitzt alles an der richtigen Stelle, es gibt hier absolut nichts zu motzen.

Fazit: Stigmatized könnten es neben anderen deutschen Bands wie z.B. Scornage schaffen, den Old-School-Style wieder zu neuen Ehren kommen zu lassen. Das Zeug dazu haben sie auf jeden Fall! Diese Scheibe wird sicherlich öfters in meinem CD-Player verschwinden. Absolute Hörpflicht für Thrash- und auch Death Metal-Fans!

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