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Steve Hackett: Wild Orchids

Für Die-Hard-Fans
Wertung: 6/10
Genre: Rock
Spielzeit: 57:28
Release: 08.09.2006
Label: InsideOut Music GmbH

Meine Erinnerungen an Steve Hackett liegen gut 30 Jahre zurück. Damals war ich ein sechzehnjähriger Gymnasiast und stand auf Musik, die heute verächtlich Dinosaurier-Rock genannt wird. Herr Hackett bediente in dieser Zeit – den Siebzigern – die Gitarre bei einer später weltberühmten Band namens „Genesis“. Allerdings fand seine Mitgliedschaft irgendwann in 1976/77 ein jähes Ende, mein Interesse an dieser Art von Musik ebenfalls.

Mit „Wild Orchids“ liegt mir sein neuestes Werk vor. Laut Plattenfirma stellt es eine Synthese/Symbiose aus den beiden Vorgängern dar, von denen der ältere rockig und der jüngere klassisch orientiert ausgefallen sein soll. Beide CDs kenne ich nicht.

Wild geht es wirklich zur Sache. Es werden dermaßen viele und unterschiedliche Stile zitiert, dass einem regelmäßig schwindlig wird. Was hält diese CD zusammen – nichts!? Ein roter Faden ist für mich nicht erkennbar.

Los geht es mit „A Dark Night In Toy Town“. Rondo Veneziano trifft Ritchie Blackmore (ex – Deep Purple Gitarrist). Wer’s mag!? “Waters Of The Wild” ist merklich orientalisch geprägt und erinnert mich sofort an Songs von Robert Plant’s “Fate Of Nation” – CD und die Waterboys „Dream Harder“ – CD. Bei „Set Your Compass“ lassen Simon and Garfunkel grüßen. Da retten auch die schottische Weise und der Dudelsack (ist der echt ?) am Liedende nichts. „Down Street“ übt sich im Spagat zwischen Ethno-Rock, französicher Cabaret-Musik und Klassik. Ein bißchen Jazz und Folk gefällig? „A Girl Called Linda“ bietet beides. Bei „To A Close“ schauen Simon and Garfunkel nochmal vorbei. „Ego And Id“ klingt wie vom letzten Genesis – Album „... Calling All Stations“. Hackett’s Gesang ähnelt hier verblüffend dem von Ray Wilson. Als nächstes kommt der „Man In The Long Black Coat“. Der Titel ist ein Bob Dylan – Cover und erscheint hier munter im Mark Knopfler – Gewand. Der etwas country- und blueslastige Anfang mündet schnell in die für den Ex – Dire Straits – Chef typische Art zu musizieren und zu arrangieren. Mit „Wolfwork“ werden Vergangenheit und Gegenwart von Genesis versöhnt. Peter Gabriel meets „... Calling All Stations“ könnte das Motto lauten. Dieser Song hätte perfekt auf die letzte CD der einstigen Progressive Rock – Helden gepasst. „Why“ ist ein schlechter Scherz – oder was soll man von einem Song halten, der eine Mischung aus Charleston und Swing bietet, kaum eine Minute lang ist sowie nicht erkennen läßt, ob er Sample oder selbst eingespielt ist (Tut mir leid, aber ich brauche eine Pause und drücke die entsprechende Taste auf der Fernbedienung).

Gut erholt geht es mit „She Moves In Memories“ in die letzte Runde. Sehr ruhig und klassisch orientiert, erinnert mich dieser Titel an die unterhaltsamen „Last Nights Of The Proms“ – Fernsehabende mit meinen Eltern. Passt ideal dazu. Jetzt kommt es aber dicke. „The Fundamentals Of Brainwashing“ ist genauso friedlich wie sein Vorgänger und ich werde den Eindruck nicht los als schiele dauernd David Gilmour (Pink Floyd) um die Ecke. Hoffentlich schlafe ich jetzt so kurz vor dem Ende nicht noch ein. Zuletzt heißt es „Howl“ – ein von der Gitarre dominiertes rockiges Instrumental mit allerlei Kabinettstücken von derselben – und mir ist endgültig zum heulen.

Fazit: Das hier ist weder meine Baustelle noch mein Paar Schuhe. Jeder Titel für sich geht in Ordnung – nicht mehr und nicht weniger. Die CD ist nur Steve Hackett – Die Hard Fans, waschechten Nostalgikern und Liebhaber solcher Mixturen aus Rock-, Pop- und klassischer Musik zu empfehlen.

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