Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Sterbhaus: Angels For Breakfast ...And God For Lunch

„Jesus Needs Us!“
Wertung: 8.5/10
Genre: Blackened Thrash Metal / Blackened Death Metal
Spielzeit: 45:55
Release: 24.08.2012
Label: Killhead Records

Textlich durfte man Sterbhaus ja noch nie so ganz ernst nehmen. Das ändert sich auch beim neuen Album „Angels For Breakfast ...And God For Lunch“ nicht. Die Schweden ziehen wieder einmal so ziemlich alles durch den Dreck, was mit Metalklischees, Religionen und der Band selber zu tun hat. Soweit also nichts Neues.

Musikalisch sieht die Sache ganz anders aus. Im Vergleich zum vorangegangenen Album „Hits For Dead Kids“ hat sich die Stilrichtung leicht verändert. Blackened Metal stimmt zwar schon noch, aber neben dem vorher zelebrierten Thrash Metal erwächst auch immer mehr ein zweites, ein Todesblei-Standbein. Sterbhaus haben sich mehr Death-Metal-Riffs angeeignet; trotzdem bleibt die Musik der Combo stark angeschwärzt. Vor allem der Gesang von Fronter Marcus hinterlässt immer noch einen tiefschwarzen Charakter. Er schreit, quietscht, growlt und grunzt sich durch die zwölf charakteristisch nicht immer gleichen Lieder auf der Platte. Es ist aber völlig egal, was der Mann, der „nebenbei“ auch noch den Bass malträtiert, macht, denn er macht es immer gut. Seine Stimme hat er gut trainiert und er ist oft für die authentische Stimmung in den Liedern verantwortlich.

Natürlich macht der Schreihals die Musik nicht alleine. Auch die Gitarristen Simon und Jimmy sowie Drummer Viktor steuern ihren Teil zu der jetzt schon kultigen Mucke der Band bei. Es gibt wirre und einvernehmende Gitarrenriffs, coole, nicht zu dominante Solos und richtig geile Beats von der Schießbude.

Dazu lassen es sich die Schweden nicht nehmen, immer wieder mal urkomische Samples oder auch gespielte Songpassagen einzubauen. Solche gibt es zum Beispiel in Form von kleinen Einspielern in „Retardival“ und als Country & Western-Einlage in „Frogboiler“. Allein schon die Tatsache, dass die Gruppe ihre Sache nicht so bierernst zu nehmen scheint, macht sie und damit auch die Platte schon sympathisch. Die richtig fesselnden Lieder auf dem Silberling ergänzen die Gesamtstimmung und der richtig gut gewordene Sound komplettiert den Gesamteindruck. Neben den wichtigen Grundeigenschaften weist der Klang der Musik auf „Angels For Breakfast ...And God For Lunch“ einen nicht so stark ausgeprägten, aber doch erhörbaren eigenen Charakter auf: Er ist in den hohen Mitten leicht überpräsent und die tiefen Mitten sind dafür etwas zurückgehalten. Das gibt der Scheibe einen leichten Black Metal-Anstrich, der sicherlich nicht zufällig so entstanden ist.

Es ist gar nicht so einfach, das Album für einen bestimmten Hörerkreis zu empfehlen. Zu viele Stile kommen vor und somit könnte auch für viele Hörer einiges auf der Scheibe interessant sein. Anhören sollte sich die Platte eigentlich jeder, der mit Black-, Thrash- und Death Metal etwas anfangen kann. Die Schweden haben eine schön zu hörende und unterhaltende Platte produziert, die bunt gemischt, aber gleichzeitig auch traditionsbewusst daherkommt. Ein tolles Teil, das man sich gerne öfter anhört.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging