Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Stepfather Fred: Like The Sea - Constantly Moving, Constantly Drowning

"Heavy Alternative Rock"? Definitiv!
Wertung: 8,5/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 48:01
Release: 29.10.2021
Label: El Puerto Records

Einer der wahren Missstände, die man als Musikfan auszuhalten hat ist die Tatsache, dass man seine Augen und Ohren einfach nicht überall haben kann. Nur so ist es zu erklären, dass eine starke Band wie Stepfather Fred, die immerhin bereits seit 2007 (!) tätig sind, unter dem Radar durchflutschen konnte. Es ist fast unverzeihlich, das Versäumnis wird aber nachgeholt, versprochen!

Mit „Like The Sea – Constantly Moving, Constantly Drowning“ steht jetzt immerhin bereits die siebte Full-Length-Veröffentlichung der Bayern auf dem Plan, erneut zeichnet El Puerto Records verantwortlich, erneut gibt es zwischen heavy und heavier pendelnden Alternative Rock auf die Ohren. Dabei präsentieren sich Stepfather Fred erstaunlich abwechslungsreich, zumal die Band mit Fronter Sebastian Schuster einen begnadeten Sänger in petto hat – die Gesangsparts werden aber vom Rest der Band unterstützt, was natürlich nochmals die Power erhöht. So findet man sich zwischen Klargesang, Shouts und dem leicht gequetschten Gesang wieder, den man von deutschen Crossoverbands der Endneunziger/Anfangnuller kennt – eine sehr coole und dynamische Mischung, die mit dazu beiträgt, dass „Like The Sea“ zu einem spannenden Ritt wird.

Schon direkt zu Beginn der Scheibe stehen mit „Deep In My Mind“, „If She Falls“ und „I Am The Sea“ drei bärenstarke Tracks parat – ersteres setzt den Groove als Waffe ein, legt schon ein ordentliches Tempo vor und überzeugt mit Stoner-Attitüde im Gesang, die beiden letzteren bereits als Vorabsingles bekannt, aber nicht weniger beeindruckend; vor allem „I Am The Sea“ kann einen ganzen Sack voll Punkte einfahren, nicht zuletzt wegen des absolut grandiosen, wuchtigen Refrains.

„Unconditional Love“ bringt dann einen interessanten Bluesvibe, wirkt aber streckenweise etwas zu gezwungen, dafür knallt das folgende „Wenga“ so richtig rein – eine Abrissbirne vor dem Herrn, lotet der Track die härteren Gefilde der Band aus und erinnert dabei vor allem durch die rabiaten Vocals an die schwäbischen Neo-Thrasher-Kollegen Killing Age. „Circles“ bietet hingegen wieder astreinen, wenn auch äußert harten Alternative Rock mit beeindruckend massiven Gitarren und fiesen Vocals.

Dass Stepfather Fred sich nicht so richtig festlegen wollen, beweist einmal mehr das sehr Crossover-lastige, aber starke „Queen Of Mine“, mit „Firework“ hat die Truppe dann um ein Haar so was wie eine Ballade abgeliefert, bei der dem Gesang sehr viel Raum eingeräumt wird, der optimal ausgefüllt wird.

Die Truppe sollte sich den Ausdruck „Heavy Alternative Rock“ patentieren lassen, denn besser könnte man den Sound der Bayern kaum beschreiben. Man bekommt alles, was das Rockherz begehrt: Groove, eine großartige Stimme, spannende Gitarrenbögen und den ein oder anderen Ohrwurm, serviert auf einem Silbertablett. „Like The Sea“ fordert den Hörer heraus, sich auch der restlichen Diskografie der Truppe dringend anzunehmen – ein wirklich cooles Album!

comments powered by Disqus

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen