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Stench: Venture

Hier ist noch deutlich Luft nach oben
Wertung: 6,5/10
Genre: Old School Death Metal
Spielzeit: 38:04
Release: 26.09.2014
Label: Agonia Records / Soulfood

Es fällt schwer nicht gleich stutzig zu werden, wenn eine Band von sich behauptet, möglichst einfache Musik zu machen. Bedingt durch den ständigen Überfluss ist die gepeinigte Metallerseele in der Regel genug geschändet von sogenannter „einfacher“ Musik. Oft steckt hinter einer solchen Aussage schlicht das Nicht-Talent der Musiker.

Im Falle der Schweden Stench kann man nicht so einfach urteilen. Das Trio hat sich schon lange damit beschäftigt, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Auf das wichtige reduziert, roh und reißerisch wirken die ersten Hörmomente von „Venture“ auf jeden Fall schon mal. Stench klingen tatsächlich nicht so, als ob sie es nicht besser könnten. Der Sound der Scheibe scheint zu hundert Prozent gewollt zu sein.

Wenn man dann ein Stück analysiert (in diesem Fall nehmen wir uns den Titel „Road“ vor), dann kann man zu zwei Schlüssen kommen, die sich nicht unbedingt gegenseitig entsprechen. Erstens ist der Song prinzipiell einer der besten auf der Scheibe und zweitens auch einer der am einfachsten gestrickten. Trotzdem funktioniert die Nummer ziemlich lange gut. Hier bohrt sich ein Riff ins Hirn und setzt sich dort fest. Auch die wummernden Drums passen hier gut. Insgesamt passt der antiquierte Sound zu dieser Nummer ganz gut. Außerdem hat sich die Band hier um einige Wechsel und Attraktionen wie Bridges bemüht.

Auf die große Palette der Lieder trifft diese Artenvielfalt leider nicht zu. Meist verharrt man in ziemlicher Monotonie und lässt dem Hörer kaum Interpretationsraum. Ein Beleg hierfür ist schon das folgende Werk. „Small Death“ wirkt wie ein sehr willkürlich zusammengestöppseltes Riffmobile. Immer wieder bricht die Stimmung ein, weil der Spannungsbogen mutwillig eingerissen wird. Man kann sich gute Ideen als Band eben auch selber zerstören. So gibt es leider nicht viel zu sagen. Oft beinhalten die Stücke echt gute Ideen. Viele davon wirken vor allem in dem gegebenen Soundgewand ziemlich fett, aber manchmal schon mit dem nächsten Riff machen die Musiker wieder alles kaputt. Insgesamt überwiegt die Tatsache, dass sich die Musik ziemlich schnell einfährt und einfach immer flach bleibt. Das lässt kein sehr gutes Fazit zu.

Eine Zeit lang kann man sich schon amüsieren mit der Langrille der Schweden. Nach und nach wird ihnen aber ihre eigenen Doktrin zum Verhängnis. Die Einfachheit der Lieder lässt eben schnell keinerlei Fragen mehr offen und als Hörer möchte man doch Musik hören, die sich einem nicht gleich voll offenbart. Auch wenn einige griffige Riffs durchaus mitreißen können, aber auch das hilft auf Dauer nicht. So muss man sich als Zuhörer damit abfinden, dass die Halbwertszeit von „Venture“ nicht die höchste ist. Auch die Atmosphäre, die von der Band anscheinend genau so angestrebt wurde, wie sie ist, kann nicht auf Dauer darüber hinwegtäuschen, dass die Musik einfach langweilig wird. Das kann man drehen und wenden wie man will, aber einen anderen Schluss lässt die Platte nicht zu.

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