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Steelpreacher & Dragonsfire: The Wild Hunt / Cider Victims

Wenn es nur nicht so schnell wieder vorbei wäre...
Wertung: 9/10
Genre: Metal
Spielzeit: 8:56
Release: 20.09.2014
Label: For Those Who Chose To Pose Records

Es dauert natürlich seine Zeit, bis man im knüppelharten Musikgeschäft ganz oben angekommen ist. Auch vor Steelpreacher und Dragonsfire liegt dementsprechend noch ein langer Weg. Unter der Aufsicht von Szene-Urgestein Jörg Müller machen die Beiden aber wieder einmal einen kleinen Schritt in Richtung Metalolymp und bringen mit ihrer Vinyl-Split-Single ein echtes Schmankerl heraus. Je einen neuen brandneuen Track steuern die beiden befreundeten Bands dazu bei. Während die Qualität beider Songs keine Wünsche offen lässt, sind die Ansätze, die die beiden Bands dabei wählen, durchaus unterschiedlich.

Die schon seit weit über einem Jahrzehnt szenebeschallenden Steelpreacher liefern mit „The Wild Hunt“ eine stampfende Metalhymne, die sich irgendwo zwischen True und Power Metal befindet. Untermalt von einem treibenden Riff, versetzt einen Frontmann „Preacher“ mit seinem Gesang in eine Welt voller Mystik und heroischer Schlachten, bevor sich die Nummer zu einem episch angehauchten Refrain steigert, der sich aber geschickt von übertrieben kitschigem Pathos fernzuhalten weiß. Der grundsätzlich eher simple Song braucht ein bisschen, bis er so wirklich begeistert, spätestens ab der Bridge ist es dann aber um einen geschehen. Vor allem im zweiten Teil eine Nummer, die sich nicht vor bekannteren Genrekollegen zu verstecken braucht.

Im Gegensatz zu ihren Kollegen wählen Dragonsfire einen etwas humorvolleren Ansatz und huldigen ihrem Lieblingsgetränk: dem allem Anschein nach noch nicht oft genug besungenem Apfelwein. Nach kurzem, stimmigem Intro gehen die Hessen direkt in ein drückendes Gitarrenriff über, bevor schließlich der ohrwurmverdächtige Refrain einsetzt. Absolut überzeugender Song mit hohem Headbangfaktor, drückenden Gitarren, einem netten kleinen Solo und einer abwechslungsreichen Songstruktur. Mit Sicherheit einer der Höhepunkte der Bandgeschichte, der gerade live auf sehr viel Gegenliebe stoßen sollte. Auf keinen Fall entgehen lassen darf man sich dabei das liebevoll gestaltete YouTube-Video, das den Song charmant untermalt. Und wenn man schon einmal dabei ist, empfiehlt es sich natürlich auch, zum Selbstversuch zu schreiten und die Textaussagen gründlichst auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.

Unabhängig davon, wie viel Apfelwein man intus hat, ist die Split-Single der beiden Bands auf jeden Fall ein musikalisch hochwertiges Sammlerstück, mit dem man sicher nichts verkehrt macht. Beide Bands haben sich nicht lumpen lassen und präsentieren sich von ihrer besten Seite. Exakt 666 Exemplare gibt es, die unter joerg@ftwctp.de erhältlich sind. Bei Interesse also auf jeden Fall zugreifen, bevor es zu spät ist!

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