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Steel Engraved: State Of Siege

Klassischer Metal im frischen Gewand
Wertung: 8.5/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 48:55
Release: 30.12.2010
Label: Stone Stallion Records

Die Passauer Steel Engraved haben mit „State Of Siege“ ihre erste Full-Lenght-CD veröffentlicht. Für ein Erstlingswerk sind Artwork und Klang der Scheibe erstaunlich professionell ausgefallen. Das Drumset hat zwar einen sehr bewundernswerten Sound erhalten, stellenweise wirkt der Gitarrensound allerdings etwas dünn. Nur Sekundenbruchteile später begräbt er aber wieder alles unter sich wie eine Dampfwalze.

Die Schubladenzuordnung für den Musikstil der Combo fällt alles andere als leicht. Der Großteil des Materials gehört eindeutig zum klassischen Heavy Metal. Es befindet sich aber auch eine gehörige Portion Power Metal, eine Prise NWOBHM und ein Hauch Thrash Metal auf dem Silberling. Das Ganze wirkt kombiniert äußerst frisch und klingt eigentlich so gar nicht mehr direkt nach Achtziger, auch wenn die Zutaten aus dieser Epoche stammen. Interessant wird der Rundling vor allem durch das attraktive Songwriting, das die fünf Musiker an den Tag legen. So breit wie offensichtlich das Input der Gruppe gefächert ist, so breit fächert sich auch das Output. Unabhängig davon, welche Musik die Band beeinflusst und vor allem wie stark sie sie beeinflusst, halten sich die Musiker immer ein Refugium frei, in dem sie einfach nur ihre ganz eigene Substanz mischen, um wieder autark zu klingen. Und alleine diese Eigenschaft separiert Steel Engraved von der großen Masse der mittelmäßigen Bands.

Der Schwerpunkt auf „State Of Siege“ liegt eindeutig auf den Melodien. Und da liegt gleichzeitig auch die große Stärke der Band. Was die Axtschwinger der Combo sich aus dem Ärmel schütteln, ist wirklich beachtenswert. Und das betrifft nicht nur die Gitarrensolos, auch die ganz gemeinen Rhythm Guitars warten immer wieder mit Überraschungen auf. Wenn man sich ganz unvoreingenommen auf die Musik einlässt, erkennt man den Tiefgang, der in fast allen Titeln mitschwingt. „R.T.S.“, was soviel wie „Rip That Shit“ heißt, vermittelt auch immer wieder den Kontakt zur Band und ihre nicht ganz konventionellen Methoden, einen Song interessant zu gestalten.

Kein Stilmittel ist vor Steel Engraved sicher, so werden neben recht schnellen Nummern auch balladeske Elemente verarbeitet und über allem hängt die markante Stimme von Sänger Marco. Dieser weiß vor allem durch seine emotional sehr variablen Stimmlagen und sein unkompliziertes Auftreten zu überzeugen.

Zwei kleine Denkmäler hat sich die Gruppe auf dieser Scheibe selbst gesetzt: Erstens mit dem Titel „Stainless Steel“, der eingängigen Power-Metal-Nummer, und zweitens mit „Wylde Rhoads“, dem energiegeladenen Powerpaket.

Zu empfehlen ist das Album Freunden des 80er-Sounds, aber auch Melodic-Metal-Sympathisanten dürften ihre wahre Freude an der Scheibe haben. Auch für Fans von älteren Metallica könnte die CD durchaus einen Reiz bieten.

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