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Steel Engraved: On High Wings We Fly

Ein bayrisches Kleinod
Wertung: 8.5/10
Genre: Heavy Metal / Power Metal
Spielzeit: 50:11
Release: 21.09.2012
Label: SAOL/ H'Art / Zebralution

Ein interessantes Phänomen sind sie ja schon, die fünf Metaller aus dem sonst so beschaulichen Bayern. Als wäre es ein einziger Spaziergang, wandert das Quintett zielstrebig in Richtung Metalolymp und kann auf diesem Wege schon beachtliche Erfolge vorweisen. Nun gibt es die zweite Platte der Band. Oft wird ja gemunkelt, dass das zweite Album über den weiteren Werdegang einer Band entscheidet. Nicht nur aus diesem Grund wird der Silberling einer intensiven Prüfung unterzogen.

Der erste Blick auf die Platte offenbart ein Cover, das nicht so einfach in Zusammenhang mit dem Albumtitel gebracht werden kann. Sei es drum, die Musik zählt. Und die hat es in sich.

Wer zuvor das Vorgängeralbum „State Of Siege“ gehört hat, der wird schon gleich beim ersten Song von der bis ins letzte Detail durchdachten Strukturierung der Nummern überrascht sein. Dem Zufall wurde gar nichts mehr überlassen, und eine jede Note, ein jeder Anschlag und jedes Arrangement vermittelt sofort den Eindruck, dass der eingenommene Platz genau der richtige ist. Daraus ergeben sich zwei Resultate: Zum einen ist es ganz offensichtlich, mit wie viel Engagement sich Steel Engraved hinter „On High Wings We Fly“ geklemmt haben und mit welchem Ehrgeiz an dem Silberling gearbeitet wurde. Im Gegenzug riskiert man allerdings, dass die Songs zu programmiert und zu verdichtet wirken. Dem steuert man recht eindrucksvoll mit einer großen Fülle an Melodien entgegen; zweistimmige Gitarrenläufe sind keine Seltenheit und auch die Gesangslinie wird manchmal auf der Axt mitgezockt. Zusätzlich wurden einige Passagen noch mit einem Keyboard unterlegt. An den grandiosen Arrangements dürfte auch Produzent Geoff Thorpe nicht ganz unbeteiligt gewesen sein. Er ist für die CD-Aufnahmen extra nach Bayern gereist und hat in einem Marathon das Album mit der Band aufgenommen.

Nicht nur die Melodiebögen und Arrangements haben sich zu früher deutlich gesteigert, auch Fronter Marco Schober hat sich enorm weiterentwickelt. Sein Stimmumfang ist größer geworden und seine Präsenz bei jeder Nummer spürbar, womit er den eh schon vielschichtigen Songs gleich noch eine Dimension mehr verleiht. Auch hier ergeben sich aber nicht nur Vorteile, denn die Komplexität und Vielseitigkeit sorgt zwar unbedingt dafür, dass der Rundling auf lange Zeit im CD-Schacht verschwinden wird, aber die Eingängigkeit der Stücke wird so schon in Mitleidenschaft gezogen. Man muss sich schon mit den Liedern beschäftigen, um die Tiefe ganz zu begreifen. Als Lohn erhält der Hörer zehn unterschiedliche Titel, die allesamt ihren Platz auf der Scheibe verdient haben und auch noch nach oftmaligem Hören nicht langweilig werden.

Für Fans des melodischen Heavy Metal und des nicht zu schnulzigen Power Metal sollten Steel Engraved genau die richtige Hausnummer sein. Hier gibt es klasse Melodien, schöne Arrangements und einen charismatischen Frontmann.

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