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State:Chaos: Ashes Of Misery

Starke Mucke, die hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt
Wertung: 7.5/10
Genre: Death Metal , Thrash Metal
Spielzeit: 14:18
Release: 30.11.2006
Label: Eigenproduktion

Demo-CDs sind immer eine schöne Sache. Die Promozettel sind noch mit großem Aufwand von der Band persönlich gemacht und man kann gespannt sein auf die unbekannte Musik von einer noch unbekannteren Band. In diesem Falle kommt die junge Truppe aus unserem schönen Nachbarland, den Niederlanden und hat ganz romantisch als Wohnzimmerprojekt begonnen, was allerdings nicht heisst, dass man allzu unerfahren ist.

Einige der Nachwuchs-Death/Thrasher haben sich schon zuvor bei bekannteren Bands, wie zum Beispiel Callenish Circle, ausgetobt. Das also durchaus reife Quintett hat nun 4 Songs aus dem Pool der bereits aufgenommenen Tracks ausgewählt und auf diese erste Demo „Ashes Of Misery“ gepackt.

Eröffnet wird die Platte dreschenden Todesbleis eher ruhig mit dem Instrumental (oder aufgeblasenem Intro) „Into The Ashes“, das mit einem klaren, striktem Riffing und schicken Solopassagen überzeugen kann.

Wirklich ganz hervorragend wird dann zum zweiten Titel übergeleitet und von nun an läuft die ganze Sache deutlich zackiger ab. Die letzten drei Songs „Desecration Of Life“, „To Die Again“ und „Ashes Of Misery“ sind sich so ähnlich, dass sie quasi ein großes Lied bilden. Abwechslung – Fehlanzeige. Aber wer braucht schon Abwechslung, wenn er Geprügel haben kann?

Die Scheibe strotzt nur so vor Brutalität. Aggressive Growls und Screams verleihen den Songs streckenweise einen Hardcore-touch. Schlagzeuggewitter und beinharte Riffs sorgen für erhöhte Genickbruchgefahr. Die klassische Thrash Metal-Rhythmik und vereinzelte technisch raffinierte Soli gehen ins Ohr.

Ein Höhepunkt ist bei einer so einfach und schnörkellos gestalteten MCD nur schwer auszumachen, dennoch stellt für mich der Titeltrack so ein kleines Highlight dar, da mir die Instrumentalarbeit und der Gesang in diesem Song besonders variabel erscheint und stark an die geschätzten Thrasher von Dew-Scented erinnert.

Fazit: Insgesamt haben wir also ein ausgereiftes Spiel, intelligentes Songwriting und eine wirklich gute Produktion aus den holländischen Toneshed Studios. Kleine Abstriche müssen wegen der Abwechslungsarmut gemacht werden. Wenn in diesem Bereich nicht mehr gearbeitet wird, besteht die Gefahr, dass sich die Musik schnell abnutzt.

Trotzdem hinterlässt die CD einen starken Eindruck und wir dürfen große Hoffnungen in die erste Full-Length von State:Chaos setzen. Unsere Nachbarn müssen sich um ihren musikalischen Nachwuchs keine Sorgen machen. Labels, State:Chaos warten auf euch!

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