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Start A Revolution: Survivors

Hier warten einige Überraschungen
Wertung: 8/10
Genre: Metal, Hardcore, Crossover
Spielzeit: 46:30
Release: 16.02.2018
Label: Rockaine

Start A Revolution aus Aachen generieren ziemlich geschickt Aufmerksamkeit. Allein schon der Bandname springt ins Auge, außerdem ist die neue Platte „Survivors“ in hektischem Neongrün gehalten, dürfte also sowohl bei der Googlebildersuche als auch im Plattenregal auf den ersten Blick auffallen. Stilistisch wollen die Herrschaften sich irgendwie im Metal- und Post-Hardcore-Bereich ansiedeln, „gnadenlose Hooklines“ werden versprochen, was meistens – seien wir ehrlich – kein sonderlich gutes Zeichen ist.

Da heute scheinbar zumindest reviewmäßig der Tag der (nicht nur positiven) Überraschungen ist, gehen wir mal mit gesunder Skepsis, aber mutig an die Sache heran. Bereits um 2005 wurde die Band von Sänger Patrick auf die Beine gestellt, veröffentlichte mit „The Day We‘ve Been Waiting For“ zumindest ein erstes Lebenszeichen, lag dann wohl eine Weile auf Eis und wurde 2012 wiederbelebt. Mit „Survivors“ wollen die Fünf nun beweisen, dass sie die Revolution anführen können. Wir sind gespannt, aber zumindest das Augenkrebs-Artwork kann schon mal punkten.

Ausreichend wütend klingt die Truppe schon mal und Fronter Patrick hat überraschend gute Vocals am Start, die den Hörer zeitlich schon mal ein paar Jährchen zurück katapultieren – spontan kommen da Bands wie Dry Kill Logic oder auch Sevendust und Soil in den Sinn, auch musikalisch kann man da ruhig das Prädikat „Crossover“ oder „Alternative Metal“ mit einfließen lassen; zumal das hier durchaus als Kompliment gemeint ist. Und tatsächlich: Hooklines hat die Truppe ausreichend im Gepäck.

„Hellcome“ wurde als Opener nahezu perfekt ausgewählt: Eingeleitet von einem knalligen Schlagzeug und bratenden Gitarren wird man von Patricks Stimme regelrecht aus dem Stuhl geblasen – mit so viel Power hat man nun wirklich nicht gerechnet, da kommt einem direkt Soil-Fronter Ryan McCombs in den Sinn. In den Strophen aggressiv nach vorne preschend, groovt der Refrain eher gemächlich, aber mit weiterhin rauem Gesang dahin, sogar ordentliche Growls werden eingestreut – ein feiner erster Eindruck, den die Aachener hier hinterlassen, zumal als letztes i-Tüpfelchen auch noch der Klargesang überzeugen kann. Das nachfolgende „Anchor“ kann dann das Niveau nicht ganz so hoch halten, hat aber deutlich mehr Ohrwurmpotential und entpuppt sich vor allem im Refrain als ziemlich coole Nummer.

Bisschen chaotisch agieren die Jungs ja teilweise schon, schicken mit dem wahnsinnig kitschig betitelten „Broken Heart“ und dem folgenden „Questions“ aber ein saustarkes Doppelpack ins Feld: Ersteres straft den Titel Gott sei Dank Lügen, legt dafür gleich von der ersten Sekunde an ordentlich los und verteilt einige Ohrfeigen in Growlform; der zweite Track startet dann etwas holprig, kann aber im Refrain eine Wahnsinnsgänsehaut produzieren. Auch hier nochmals Hut ab vor der stimmlichen Leistung!

Auf diesem Niveau hält sich zwar nicht die ganze Platte, aber für eine ja trotzdem noch verhältnismäßig junge Band haben Start A Revolution hier schon gut Punkte machen können. Die Vergleiche gerade mit Soil fallen zwar immer wieder und drängen sich ins Hirn, kopiert wirkt hier allerdings nichts. Stattdessen finden die Jungs ihren ganz eigenen Weg – gegen Ende der Platte zwar mit ein wenig sinkenden Zahlen, aber auch hier immer noch mit einer guten Mischung aus Hardcore und Metal.

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