Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Star Of Ash: The Thread

Verführerisch schön
Wertung: 9.5/10
Genre: Ambient
Spielzeit: 41:53
Release: 24.03.2008
Label: Mnemosyne Productions

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Musiker, der sich in seinem Genre bereits fest etabliert hat, sich in ein anderes Metier hinauswagt.

Heidi Solberg Tveitan, die dem einen oder anderem hier als ehemalige Sängerin der norwegischen Dark-Metal Formation Peccatum bekannt sein dürfte, vollzieht solch eine Wandlung mit ihrem Solo-Material, welches von klassischen Arrangements dominiert wird, und in „The Thread“ sehr ambient-lastig wirkt.

Ihr bisheriges Solo-Schaffen ermöglichte ihr eine weitaus größere musikalische Bandbreite als noch zu Zeiten von Peccatum, sodass mit „The Thread“ bereits ihr zweites Kind in die U.S amerikanischen Plattenregale gelangt ist und sich nun auch den Weg nach Europa bahnen möchte.

Mit ins Boot holte sie den deutschen Komponisten Markus Reuter sowie den japanischen Cyberpunk Kenji Siratori, welche ihren musikalischen Visionen noch den letzten Feinschliff verpassten.

Die ausschweifende Linie des Albums umfasst eine Reihe gegensätzlicher Elemente, die zu einem melancholischen, anmutig bedrückenden Netz zusammen gesponnen werden.

Beginnend mit den minimalistisch widerhallenden Tönen und dem geheimnisvoll wirkenden Pianospiel in „How to invent a Heart“ nimmt das Stück rasch an Intensität an, welche durch die ebenso simplen wie genialen Gitarren-Harmonien erzeugt wird, die sich graziös nach vorn bewegen, um nahtlos in den zweiten Track „Him and Her“ zu überführen, der vor allem durch die einprägsamen, traurig und zugleich bedrohlich wirkenden Basslines zu gefallen weiß.

„The World spins“ und „Drag them down“ hingegen bestechen durch ihre Appregio-Ansätze in den herausragenden Gitarren und Pianoläufen, welche durch die perfekt in Szene gesetzten Gesangslinien zu überzeugen wissen.

Überhaupt wirkt das Gesamtprodukt sehr homogen und doch von einer Dynamik durchzogen, die ihresgleichen sucht. So finden sich ein paar elementare Melodieelemente, welche sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen. Ein leicht theatralisches Wesen dieses Machwerkes ist jedoch nicht zu leugnen.

Die Dominanz von Keyboard und Syntie-Elementen erzeugt eine surreale, sphärische Atmosphäre, worauf jedoch ganz klar der Fokus gelegt wurde.

Fazit: Insgesamt ein wunderschönes, zu weiten Teilen ruhiges und in sich stimmiges Machwerk, welches vor allem Ambient Freunde ansprechen dürfte und sich wunderbar für die einsamen Stunden bei Kerzenschein eignet. Wer die nötige Atmosphäre um sich herum aufbaut, den wird diese Scheibe mit Sicherheit in ihren Bann ziehen.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna