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Stake: Critical Method

Intensives und ungemein energetisches Album
Wertung: 9/10
Genre: Post-Rock / Sludge / Grunge-Core
Spielzeit:
Release: 01.11.2019
Label: Hassle Records

Mit sagenhaften zwölf Jahren schlossen sich vier Jungs in Belgien zu einer Musikgruppe zusammen, die auf den Namen Steak Number Eight getauft wurde. Dies war im Jahre 2004, mittlerweile ist der Kohlrabi allerdings das neue Schnitzel, insofern wundert es wohl nicht, dass man im vorigen Jahr eine Neugründung wagte. Der Name wurde in Stake geändert, die Mitglieder jedoch sind die Gleichen. Damit wäre es wohl auch falsch, bei „Critical Method“ über ein Debüt zu sprechen, immerhin hatte das Quartett schon vier Alben am Start.

Nun steht also ihr neues, vierzigminütiges Werk bereit und schon der titelgebende Song macht klar, dass hier wohl keine leichte Kost geboten wird. Schwere, schleppende Gitarren bilden den Auftakt, geben aber im Mittelteil ihre Wirkung zu Gunsten eines flirrenden Parts ab, um sich bis zum Ende hin ständig zu kontrastieren. Geboten wird Post-Rock gepaart mit Sludge-Metal oder wie es der Vierer benennt: „Atmosphärischer Grunge-Core“. Und da diese Mischung noch nicht ganz ausreichend scheint, gibt Frontmann Brent Vanneste mit seinem rauen, tief eindringenden Gesang dem Ganzen gar noch eine weitere Dimension.

So überrascht schon der erste Titel mit seinem Aufbau und der damit verbundenen Spannung, noch erfreulicher ist es hingegen, dass sich die Belgier über die gesamte Scheibe auf diesem hohen Niveau bewegen können. Kein Titel gleicht dem anderen, hier gibt es kein Schema F, nach dem die Titel gestrickt wurden, stattdessen hat man das tiefe Gefühl, dass jeder Track komplett durchdacht und gelebt wurde. So geizt „The Absolute Center“ nicht nur an Tempoverschiebungen, sondern präsentiert auch noch eine sehr komplexe Songstruktur. Ein ebenso gelungenes Beispiel stellt das ausufernde „Human Throne“ dar, bei dem man noch einen sanften Einstieg wählt, der aber zügig von den aufgefahrenen Gitarren zermartert wird und damit eine bedrohliche Stimmung aufbaut. Zusätzlich mit aufwühlendem Geschrei und noisigem Zwischenspiel gespickt, hat man hier tatsächlich ein absolutes Highlight vorliegen.

Auch das abschließende, siebenminütige „Eyes For Gold“ lässt keinerlei Wünsche offen. Hin- und hergerissen zwischen ruhigen Parts und dynamischen Momenten treibt der Song zu einem ausladenden Finale, welches einen optimistischeren Ausklang bietet. So steht letztlich mit „Devolution“ der einzige Titel bereit, der etwas in sich ruht. Tempoeinschübe vermisst man hier allerdings keineswegs, dieser schleppende, schon als doomig zu bezeichnende Track versprüht eine ungemeine Tiefe und geht definitiv unter die Haut. Zudem schaffen die Belgier hier einen dichten Klangteppich, der auch ohne eruptionsartige Ausbrüche begeistern kann.

Mit „Critical Method“ walzt ein Album auf den Hörer zu, welches derb, laut, exzentrisch, intensiv und vor allem gut ist. Dabei zeigen sich die Belgier nicht nur an den Instrumenten versiert, sondern beweisen ebenfalls ein exzellentes Gespür für spannungsgeladene Songstrukturen, die mit Sicherheit nicht von der Stange kommen. Wenn man hier von einem Neuanfang sprechen will, ist dieser definitiv gelungen.

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